#284 Mordurteil mit 92

Shownotes

Als die 74-jährige Louisa Dunne am 28. Juni 1967 tot in ihrem Haus in Bristol gefunden wird, ist schnell klar: Sie wurde Opfer eines Gewaltverbrechens.

Die alleinlebende Witwe wird in ihrem eigenen Zuhause überfallen und getötet. Trotz intensiver Ermittlungen und tausender überprüfter Fingerabdrücke gelingt es der Polizei über Jahrzehnte hinweg nicht, den Täter zu finden.

Erst nach fast sechs Jahrzehnten werden die alten Beweise erneut ausgewertet und führen schließlich zu einem Namen: dem 92-jährigen Ryland Headley.

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Quellen:

https://www.judiciary.uk/wp-content/uploads/2025/07/R-v-Ryland-Headley.pdf

https://www.cps.gov.uk/south-west/news/92-year-old-man-jailed-life-1967-cold-case-murder

https://www.avonandsomerset.police.uk/news/2025/06/man-92-found-guilty-of-1967-rape-and-murder/

https://www.theguardian.com/uk-news/2025/jun/30/louisa-dunne-murder-cold-case-conviction

https://www.theguardian.com/uk-news/2025/jun/17/bristol-1967-rape-murder-trial-louisa-dunne

https://www.bbc.com/news/uk-england-bristol-65898985

https://www.bbc.com/news/uk-england-bristol-65952918

https://www.bbc.com/news/articles/c36xw0ryw51o

https://www.itv.com/news/westcountry/2025-06-30/louisa-dunne-the-1967-murder-victim-in-britains-longest-running-cold-case

https://apnews.com/article/cold-case-uk-rape-murder-bristol-headley-785e61904cea006223fb6a88d7b699fa

https://news.sky.com/story/man-92-found-guilty-of-1967-rape-and-murder-of-louisa-dunne-in-bristol-13154364

https://timesofindia.indiatimes.com/world/uk/chilling-pattern-of-behaviour-uks-oldest-cold-case-solved-after-60-years-92-year-old-man-gets-life-for-1967-rape-and-murder/articleshow/122185556.cms

https://www.independent.co.uk/news/uk/crime/louisa-dunne-murder-1967-bristol-ryland-headley-b2564623.html

https://www.dailymail.co.uk/news/article-13530809/louisa-dunne-cold-case-bristol-1967-ryland-headley.html

https://www.stern.de/news/lebenslaenglich-fuer-92-jaehrigen-briten-wegen-mordes-und-vergewaltigung-im-jahr-1967-35857398.html

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:15: Hallo

00:00:18: ihr

00:00:19: Lieben, wir wünschen euch einen schönen und hoffentlich entspannten Sonntag.

00:00:23: Wir sind noch verdammt früh dran.

00:00:24: heute ist Mittwoch.

00:00:25: Werden immer früher?

00:00:26: Ja werden immer früher aber Jasmin ist fertig also legen wir los!

00:00:31: Aber bevor ich gleich mit dem Fall starte noch kurz eine Info vorab.

00:00:36: Uns ist tatsächlich als vor kurzem aufgefallen, dass es auch auf Podimo die Kommentarfunktion gibt.

00:00:42: Und ja wir schauen ab sofort dort regelmäßig rein und versuchen eure Kommentare besser im Blick zu behalten.

00:00:48: Seid aber bitte nicht traurig wenn wir die alten Folgen nicht mehr so wirklich im Blick haben.

00:00:53: Es gibt nämlich auf Podimoo leider keine Übersicht oder Benachrichtigung über alle neuen Kommentare.

00:00:59: Und zur Info unser Profil für die Kommentarfunktion heißt jetzt eine jahre Morde, nur dass er euch nicht wundert.

00:01:05: Der Name der dort vergeben werden darf, der darf leider nur fünfzehn Zeichen haben.

00:01:09: Wenn wir schon dabei sind dann würden wir uns auch noch sehr über eine Bewertung freuen.

00:01:11: gerade bei Apple Podcasts gibt es da im Verhältnis immer noch recht wenige Rezensionen und ihr kennt das ja melden tun sich die Leute eigentlich immer nur wenn sie was zu kritisieren haben.

00:01:21: Kritik an für sich ist wirklich vollkommen okay und auch richtig wichtig.

00:01:25: Aber über so ein paar nette Worte zwischendurch würden wir uns natürlich genauso heftig freuen.

00:01:29: Genau und auf Spotify geht es übrigens auch ganz unkompliziert, einfach auf den Reiter Information klicken und dort eine Sterne Bewertung abgeben.

00:01:38: Und wenn euch unser Podcast gefällt dann folgt uns auch gerne direkt über das Pluszeichen!

00:01:43: Okay hätten wir das auch geklärt?

00:01:47: Dann würde ich sagen lehne ich mich jetzt zurück und lauche ergriffen.

00:01:53: Dann zunächst eine Trigger-Warnung, in dieser Folge geht es unter anderem um Vergewaltigung.

00:01:58: Wenn euch solche Themen belasten, hört die Folge bitte nur wenn ihr euch damit wohlfühlt.

00:02:04: Am späten Nachmittag des siebenundzwanzigsten Juni nineteenhundsechzig besucht die seventy-jährige Witwe Louisa Dunney gegen siebzehnundzwanzig ihre langjährige Freundin Alice Clark in Easton Bristol.

00:02:18: Als sie das Haus später verlässt, beschreibt ihre Freundin Sie als gut gelaunt und berichtet, dass sie ankündigt nach Hause zu gehen und sich schlafen zu legen.

00:02:27: Es wird das letzte Mal sein ,dass sie lebend gesehen wird.

00:02:32: Louisa Dane liebt so diesen Zeitpunkt allein in ihrem Haus in der Britannia Road fünftig, indem sie seit vielen Jahren wohnt.

00:02:40: Sie hat achtzehnund zweieinneunzig als Louisa Jane Jarrett im Osten von Bristol geboren.

00:02:46: Im Jahr nineteen fünfzehn heiratet sie den Ingenieur Edward Parker.

00:02:51: Bereits vor der Ehe verliert Parker beim Arbeitsunfall eine Hand und wird deshalb während des Ersten Weltkrieges nicht zum Militärdienst eingezogen.

00:03:00: Stattdessen arbeitet er in den Hafenanlagen, engagiert sich zunehmend für die Interessen der Arbeiter.

00:03:07: Neunzehntzwanzig wird er zum Sekretär des örtlichen Arbeiter- und Gewerkschaftsrates gewählt.

00:03:12: Ein Jahr später gründete in Bristol eine Vereinigung zur Unterstützung arbeitsloser.

00:03:19: In den letzten Jahren übernimmt er eine leitende Funktion im Stadtrat und gewinnt dadurch weiter ein Einfluss.

00:03:26: In dieser Zeit unterstützt Louisa Dunney die politische Arbeit ihres Wahnes, um sich um die gemeinsamen Töchter Iris und Edna zu kümmern.

00:03:34: Das Haus in der Britannia Road entwickelt sich zum Treffpunkt für politische und gesellschaftliche Aktivitäten.

00:03:41: Im Februar twohundzehnvierzig bricht Edward Parker während eines Treffens zusammen.

00:03:46: Er wird in das Southmount-Hospital eingeliefert, dass er bis zu seinem Tod im Jahr neunzehntfünfundvierzzig kaum noch verlässt.

00:03:53: Nach seinem Tod lebt Louisa Danni zunächst zurückgezogen – behält jedoch enge Kontakte zu wenigen Vertrauten.

00:04:00: Eine dieser Personen ist Alice Clark mit der sie über Jahrzehnte hinweg befreundet ist.

00:04:06: Einige Jahre später heiratet Louisa danni erneut.

00:04:09: Ihr zweiter Ehemann, John Downey ist ein Wittver aus Irland und arbeitet als Nachtwächter für die Stadtverwaltung von Bristol.

00:04:18: Auch diese Ehe endet mit seinem Tod Anfang der neunzehntzuchtsiger Jahre.

00:04:23: Von da an lebt Louisa Downey wieder allein in ihrem Haus in the Putainier Road.

00:04:29: Nach dem Tod ihres zweiten Mannes verändert sich ihr Alltag spürbar.

00:04:33: Zeugen berichten dass es sich zunehmend zurückzieht.

00:04:36: Ihre Freundin Alice Clark sagt später, sie habe sich gehen lassen und sich weniger um sich selbst gekümmert.

00:04:43: Das Haus wirkt vernachlässigt – die blaue Farbe an der Fassade blättert ab.

00:04:49: Nachdem die Immobilie in den Besitz der Gemeinde übergeht, wird Louisa Danni mehrfach nahegelegt in ein Pflegeheim zu ziehen Doch sie lehnt dies ab und bleibt in ihrem Zuhause.

00:05:02: Trotz allem bleibt sie im Viertel präsent.

00:05:05: Nachbarn beschreiben sie als festen Bestandteil des Straßenbildes, häufig stets für ihrem Haus und beobachtet das Geschehen auf der Straße.

00:05:13: Ihre Kontakte sind überschaubar – doch feste Routinen bleiben bestehen.

00:05:19: Eine Nachbarin legt ihr regelmäßig die Zeitung vom Vortag auf die Mauer im Vorgarten eine kleine Routine, die sich über Jahre hinweg etabliert hat.

00:05:27: Dazu gehört auch der regelmäßige Besuch bei ihrer langjährigen Freundin Alice Clark, die aufgrund eingeschränkter Mobilität ihr Haus kaum noch verlässt.

00:05:37: An diesem Abend verbringt Louisa Danni wie gewohnt Zeit bei ihrer Freundin, Alice Clark.

00:05:41: Sie kommen ins Gespräch, essen gemeinsam und sprechen über vergangene Zeiten.

00:05:47: Anschließend macht sie sich auf den Heimweg.

00:05:50: Am nächsten Morgen fällt den Nachbarn auf dass Louisa danni wie sonst üblich nicht zu sehen ist.

00:05:56: Für viele gehört es zum Alltag, sie für ihrem Haus zu sehen.

00:06:00: Doch an diesem Morgen bleibt ihr Platz

00:06:02: leer.".

00:06:04: Zwei Nachbarin Violet Allen und Tilda Stateman beschließen nach ihr zu sehen – als er sich dem Haus nähern fällt ihn auf dass ein Schiebefenster neben der Haustür offen steht.

00:06:16: Sie rufen ihren Namen und warten doch es kommt keine Antwort.

00:06:22: Violet-Ellen blickt erneut durch das Fenster.

00:06:24: Ihre Sicht ist eingeschränkt, doch sie erkennt im vorderen Zimmer ein paar regungslose Beine.

00:06:32: Die Frauenkinder von aus das Louisa Danni Hilfe benötigt.

00:06:35: Gemeinsam mit weiteren Nachbarn verschaffen Sie sich Zugang zum Haus.

00:06:40: Violet Ellen betritt das vordere Zimmer in dem Louisa danni gewöhnlich schläft.

00:06:45: Dort liegt sie auf einem Haufen alter Kleidung.

00:06:49: Als Violet ihre Hand berührt stellt sie fest dass sie kalt ist.

00:06:53: In diesem Moment wird ihr klar, dass Louisa Dani tot ist.

00:06:59: Der Körper liegt zwischen einem Klavier und den Fußende eines Einzelbettes – unter ihrem Kopf befindet sich ein Schal, der offenbar um ihren Hals gewickelt war.

00:07:08: Deutliche Verfärbung an ihrem Hals weisen darauf hin.

00:07:11: Ihre Unterwäscher befinden sich an den Knöcheln.

00:07:15: In einem hinteren Raum stehen Handtaschen offen, ihr Inhalt wirkt durch wühlt, Schlüsse liegen verstreut auf dem Boden.

00:07:22: An einem Fenster auf der Rückseite des Hauses zeigt sich eine Beschädigung.

00:07:27: Der Verschluss ist gebrochen, das Fenster steht ein Spalt offen.

00:07:32: Die Ermittlungen beginnen noch am selben Tag.

00:07:35: Beamte gehen von Haus zu Haus und befragen die Anwohner der Pythania Road.

00:07:40: Ziel ist es, erhausen zu finden ob in der Nacht zum achtenswanzehsten Juni jemand etwas Ungewöhnliches bemerkt hat.

00:07:47: Mehrere Nachbarn berichten unabhängig voneinander von Geräuschen.

00:07:51: Eine Anwohnerin gibt an, durch einen gedämpften kurzen Aufschrei geweckt worden zu sein der nicht lange anhielt.

00:07:58: Sie steht auf, tritt ans Fenster und blickt die Straße entlang – kann jedoch niemanden sehen!

00:08:03: Nachdem sie sich wieder hingelegt hat hört sie kurze Zeit später erneut ein Schrei den sie als Stimme einer Frau wahrnimmt.

00:08:11: Das Geräusch dauert nur wenige Sekunden.

00:08:14: Auch andere Anwoner werden in dieser Nacht aufmerksam.

00:08:18: Ein Nachbar berichtet, ein ungewöhnliches Geräusch gehört zu haben kann es jedoch nicht näher einordnen.

00:08:24: Kurz darauf beginnt sein kleines Kind zu schreien was er als untypisch beschreibt da er sonst ruhig schläft.

00:08:30: Er bleibt im kind und sieht nicht nach draußen.

00:08:34: Ein weiterer Anwohner schildert einen lauten beunruhigenden Schrei den er eindeutig eine erwachsenen Frau zuordnet und als Hinweis auf einen möglichen Angriff deutet.

00:08:45: Zusätzlich nimmt er mehrere gedämpfte Laute wahr, die als eine Art Stöhnen beschreibt.

00:08:51: Trotz dieser Wahrnehmungen unternimmt er nichts.

00:08:54: Er geht davon aus dass es sich um einen Nachbarstreit handelt da es in der Straße bereits zuvor zu gewalttätigen Auseinandersitzung gekommen ist.

00:09:04: Während die Befragen in der Nachbarschaft weiterlaufen durchsuchen die Beamten das Haus von Louisa Danni.

00:09:09: Die Räume wirken ungepflegt zugleich zeigen sich aber auch deutliche Spuren einer Durchsuchung.

00:09:15: Schubladen und Handtaschen stehen offen, ihr Inhalt ist herausgezogen und verteilt.

00:09:21: Viel spricht dafür das jemand gezielt nach Bargeld gesucht hat.

00:09:25: Louisa Daniel liebt von einer Witwenrente und eine Altersrente.

00:09:29: Nach den Ermittlungen befindet sich weder nennenswertes Bargeld noch andere Wertgegenstände in ihrem Haus.

00:09:35: Zu ihren wenigen Besitztümern ziehen vor allem persönliche Dinge wie Bücher sowie die Unterlagen zu ihrem Haus.

00:09:42: Die Spuren im Haus deuten dennoch darauf hin, dass der Täter gezielt nach Geld gesucht hat.

00:09:48: Nach einem selben Tag erfolgt die Obduktion.

00:09:51: Der Körper wird bekleidet aufgefunden – unter anderem mit einem blauen Rock und mehreren übereinander getragenen Strickjacken.

00:09:59: Luisa Dane ist etwa ein Sechzig groß und wiegt weniger als fünfvierzig Kilo.

00:10:04: Der Todeszeitpunkt wird auf die Zeit zwischen etwa zweiundzwanzig und viermorgens eingekrenzt.

00:10:13: einen Oberschenkeln, am Hinterkopf und dem Gesicht.

00:10:16: Insbesondere im Bereich des Mundes finden sich Abschürfungen und Blutergüsse.

00:10:21: Diese Spuren deuten darauf hin, dass sie kurz vor ihrem Tod etwas gegen den Mund gedrückt wurde.

00:10:27: Am Hals werden ebenfalls deutliche Blutargüsse festgestellt – Sie passen zu dem Schal der am Tatort gefunden wird und offenbar fest um ihren Hals gezogen wurde.

00:10:38: Zudem finden sich Spuren die auf ein sexuellen Übergriff hendeuten.

00:10:42: Als Todesursache werden Strangulationen und Ersticken festgestellt.

00:10:48: Nachdem der Tod als Mordeingordnet wird, intensivieren die Ermittler ihre Maßnahmen.

00:10:53: Die Öffentlichkeit wird dazu aufgerufen sich mit Hinweisen zu melden.

00:10:58: Ein erster konkrete Ansatz ergibt sich durch Aussage einer jungen Frau Sie steigt in der Nacht gegen zwei Uhr morgens rund zweihundert Meter vom Tatort entfernt aus einem Taxi aus Und beobachtet in der Nähe des Hauses einen Mann.

00:11:11: Er wird als etwa thirty-fünf Jahre alt und einsiebzig groß und von mittlerer Statur geschrieben.

00:11:18: Auffällig sind seine großen Hände, er trägt eine dunkle dreiviertelange Wildlederjacke und eine dunkLE Hose.

00:11:26: Auf Grundlage dieser Angaben wird ein Phantombild erstellt.

00:11:29: In der Presse erhält der Unbekannte den Namen Mr Big Hands.

00:11:35: In den folgenden Tagen werden zahlreiche Personen überprüft.

00:11:39: Polizeibeamte nehmen unter anderem obdachlose Männer aus umliegenden Stadtteilen auf und bringen sie zur Befragung zur Wache.

00:11:46: Die Überprüfungen bleiben ohne Ergebnis.

00:11:49: Parallel dazu richtet sich der Fokus auf Personen, die die Stadt kurz nach der Tat verlassen haben.

00:11:56: Unterkünfte werden kontaktiert und Hinweise aus der Bevölkerung werden ausgewertet.

00:12:01: Neben dem zunächst beschriebenen Mann gerät ein weiterer Verdächtige einen Blick der Ermittler.

00:12:06: Zeugen berichten von einem Mann, der in den Tagen Vordertat mehrfach am Haus von Louisa Danni gesehen wurde.

00:12:13: Er wird auf etwa vierzig bis fünfzig Jahre geschätzt, ist rund einst reinsebzig groß und hat einen auffälligen rötlichen Tag.

00:12:23: Der Mann wirkt gepflegt und wird an mehreren Zeitpunkten beobachtet – zuletzt am Abend Vorderteat.

00:12:30: Trotz dieser Hinweise gelingt es zunächst nicht, einen konkreten Täter zu identifizieren.

00:12:37: Im Jahr die Fingerabdruckanalyse zu den zentralen Methoden der Spurensicherung.

00:12:43: Bei der Untersuchung des Hauses von Louisa Danni entdecken ihr mittlerweile einen Handflächenabdruck an einem geöffneten Fenster im Obergeschoss auf der Rückseite des Hauges.

00:12:53: Als sie den Raum überprüfen wollen, stellen Sie fest dass er von außen verschlossen ist.

00:12:58: Daraus ergibt sich die Annahme, dass der Täter zunächst versucht haben könnte über dieses Fenster einzudringen den Plan jedoch abricht und später einen Zugang im Erdgeschoss nutzt.

00:13:10: In der ersten Juli-Woche fällt die Entscheidung für eine groß angelegte Handflächenabdruckaktion.

00:13:14: ein Team von etwa zwanzig Beamten beginnt damit Finger und Handflichenabdrücke von Männern im Alter zwischen fünfzehn und sechszig Jahren im Stadtteil Easton zu erfassen.

00:13:26: Die Maßnahme gilt als eine der größten Fingerabdruck-Aktionen Großbritanniens in den neunzehnundsechziger Jahren.

00:13:33: Die Polizei bittet öffentlich um Unterstützung und versichert, dass alle Abdrücke nach Abschluss der Beprüfung wieder vernichtet werden.

00:13:40: Zu diesem Zeitpunkt sind bereits mehrere tausend Personen befragt worden – viele melden sich freiwillig, um ihre Abdrücke abzugeben!

00:13:48: Die Auswertung erweist sich jetzt aufwendig.

00:13:50: Jeder einzelne Abdruck muss manuell mit dem am Tatort gesicherten Handflächenabdrucks verglichen werden.

00:13:57: Die Ermittler arbeiten stundenlang unter hoher Konzentration.

00:14:01: Hilfsmittel wie Lupen und spezielle Beleuchtung sollen die Auswertungen erleichtern.

00:14:06: Die Menge der gesammelten Abdrücke wächst schnell, tausende Karten werden angelegt, geprüft und bei nicht über Einstimmung aussortiert.

00:14:15: Einteil der Ausweitungen wird an andere Behörden weitergegeben um den Prozess zu beschleunigen.

00:14:21: selbst internationale Unterstützung wird in Anspruch genommen.

00:14:25: Parallel dazu werden zahlreiche Personen überprüft, die in irgendeiner Weise mit dem Umfeld der Tat in Verbindung stehen könnten.

00:14:32: Mitte Juli gerät ein Mann in den Fokus del Midler und wird über viele Stunden hinweg befragt – seine Kleidung wird forensisch untersucht!

00:14:41: Am Ende ergeben sich jedoch keine belastbaren Hinweise so dass er wieder entlassen wird.

00:14:46: Auch in den folgenden Wochen bleibt Ermittlungsaufwand hoch.

00:14:50: Dutzende Beamte arbeiten weiterhin ausschließlich an diesem Fall.

00:14:54: Tausende Menschen werden befragt, zahlreiche Aussagen aufgenommen und eine große Anzahl an Finger- und Handflächenabdrücken gesichert und ausgewertet.

00:15:04: Der Ermittlungen werden zudem über die Stadt hinaus ausgeweitet um auch Personen zu berprüfen, die sich nach der Tat aus dem Umfeld entfernt haben.

00:15:12: Insgesamt werden mehr als ein- tausend dreihundert Aussagen Aufgenommen und über achttausend Haushalte erfasst.

00:15:20: Sechs Monate nach Beginn der Ermittlungen, im Januar, ist die meisten Männer im östlichen Stadtgebiet überprüft und als mögliche Täter ausgeschlossen worden.

00:15:30: Die Suche wird daraufhin ausgeweitet.

00:15:33: Polizeibehörden im ganzen Land werden gebeten Handflächenabdrücke von Personen zu nehmen, die wegen Einbruchsdelikten festgenommen werden und einen Bezug zur Crystal haben könnten.

00:15:44: Jeder eingehene Abdruck wird mit der Spur am Tatort abgeglichen.

00:15:48: Bis zu diesem Zeitpunkt ergibt sich keine Übereinstimmung.

00:15:51: Auch vor Gericht wird die Praxis angepasst.

00:15:54: Männer, die vor dem Bristol Crown Court erscheinen werden nun ebenfalls erfasst um die Datenbasis zu erweitern.

00:16:01: Im März ist es in Bristol zu einem weiteren Vorfall der dir mittlerweile aufhorchen lässt.

00:16:08: eine neunundfünfzigjährige Witwe lernt in einem Pub einen jüngeren Mann kennen.

00:16:13: Die beiden wechseln gemeinsam in ein weiteres Lokal und gehen anschließend in die Wohnung der Frau.

00:16:19: Dort kräft der Mann sie im Schlafzimmer an, er stößt sie aufs Bett, schlägt auf sie ein und legt ihr eine Nylonstrumpfhose um den Hals bis sie das Bewusstsein verlieren.

00:16:30: Die Frau überlebt den Angriff.

00:16:32: Stunden später kommt sie wieder zu sich und wird in einen Krankenhaus gebracht.

00:16:37: Der Täter wird als etwa achtundzwanzig Jahre alt beschrieben, ungefähr ein siebzig groß und von schlanker Statur.

00:16:45: Das Opfer berichtet von eingefallenen Wangen, hellem Haar und auffallend guten Zähnen.

00:16:51: Er trägt an helles Hemd einen blauen Polovar und eine graue Hose.

00:16:57: Die Polizei veröffentlicht eine Beschreibung und bittet die Bevölkerung um Hinweise.

00:17:02: Die Ermittler prüfen auch mögliche Zusammenhänge zwischen diesem Angriff.

00:17:08: Beide Taten weisen parallelen auf, insbesondere im Vorgehen des Täters.

00:17:14: Der Überfall im März wird als Angriff gewertet, der nur knapp nicht tödlich endet.

00:17:20: Ob ein direkter Zusammenhang besteht lässt sich zu diesem Zeitpunkt nicht belegen.

00:17:25: Drei Monate später wird in London einen weiteren Mord bekannt, der die Aufmerksamkeit der Ermittler in Bristol Aufsicht sieht.

00:17:33: Die sechzehnjährige Heather Retter wird in der Wohnung ihrer Familie im Stadtteil Kings Cross vergewaltigt und erwirkt.

00:17:41: Sie ist an diesem Tag zu Hause geblieben, um für eine Prüfung zu lernen – als ihre Mutter zurückkehrt, findet sie ihre Tochter mit dem Kopf im Spülbecken und einer Nylonstrumpfose um den Hals gewickelt vor.

00:17:53: Aufgrund der Parallelen zum Angriff in Bristol fordern die Ermittler die Unterlagen dieses Falles an, um mögliche Zusammenhänge zu prüfen.

00:18:01: In London wird schließlich ein zweinvierzigjährige Mann wegen des Mordes verurteilt.

00:18:06: Er kann durch Spuren am Tatort identifiziert werden.

00:18:10: Eine Verbindung zu den Taten in Bristol lässt sich jedoch nicht herstellen, für die Ermittler bedeutet das einen weiteren Rückschlag.

00:18:18: Im Herbst-Mann zeigt sich wie umfangreich die Ermittelungen inzwischen geworden sind.

00:18:24: Tausende Handflächenabdrücke sind gesammelt und überprüft wurden.

00:18:28: Ende Oktober wird bekannt gegeben, dass mehr als neuntausend dieser Abdrücke ausgeschlossen werden konnten.

00:18:34: Trotz des erheblichen Aufwands bleiben die Ermittlungen ohne entscheidenden Durchbruch.

00:18:39: Auch weiterhin treffen regelmäßig neue Abdrücken aus anderen Teilen des Landes ein, die überprüft werden.

00:18:45: Die Zahl der beprüften Personen steigt weiter an.

00:18:49: In den folgenden Monaten nimmt die Intensität der Ermittlung jedoch ab.

00:18:53: Anfang Neunzehntsiebzig arbeite noch ein Beamter dauerhaft an dem Fall.

00:18:58: Im Rahmen einer gerichtlichen Untersuchung wird festgehalten, dass mehr als neunzehntausend Personen überprüft und ausgeschlossen wurden ohne das Anteater identifiziert werden konnte.

00:19:09: Das offizielle Ergebnis lautet Mord durch eine oder mehrere unbekannte Person – der Fall bleibt ungelöst!

00:19:16: Über Jahrzehnte hinweg ändert sich nichts daran.

00:19:20: Der Mord an Louisa Danni gilt zwar als ungeklärt, wird jedoch nie vollständig

00:19:24: aufgegeben.".

00:19:27: Die Ermittlungsakten werden mehrfach überprüft, unter anderem in den Jahren zwei tausendneun und zweitausendviertzehn.

00:19:33: Ein Durchbruch gelingt in dieser Zeit jedoch nicht.

00:19:37: Erst viele Jahre später rückt der Fall erneutenden Fokus.

00:19:41: Im Jahr zweitausendtreinzwanzig beginnt ermittler damit die alten Beweismittel systematisch zu sichern.

00:19:47: Die erneuten Untersuchungen laufen intern unter dem Namen Operation Beetle – eine Anspielung auf die Zeit, in der sich das Verbrechen ereignete!

00:19:56: Insgesamt werden rund zwanzig Archivboxen mit Beweismaterial erneut gesichtet und die Inhalt erstmals nach modernen forensischen Maßstäben bewertet.

00:20:06: Dabei stoßen sie auf Gegenstände, die offenbar nie vollständig untersucht worden sind.

00:20:11: Eine Ermittlerin beschreibt später dass sie beim Durchsehen der Beweise auffällt das einige Stücke noch nicht mit aktuellen Methoden analysiert wurden.

00:20:19: Die Gegenständes werden katalogisiert und für weitere Untersuchungen vorbereitet.

00:20:25: Im Jahr twenty- vierundzwanzig werden ausgewählte Beweistücke zur erneuten Untersuchung an ein forensisches Labor übergeben.

00:20:32: Unter den sichergestellten Beweisen befinden sich Kladungsstücke von Louisa Danni, darunter der blaue Rock, den sie zum Zeitpunkt der Tat getragen hat.

00:20:41: Auch biologische Spuren werden erneut untersucht – darunter gezielt auf das Vorhandensein von Sperma.

00:20:47: Während sich auf der Vorderseite des Rocks nur schwache Hinweise ergeben, finden sie auf der Rückseite deutliche Spuren mit einer größeren Anzahl von Spermien.

00:20:57: Zusätzlich werden auch sichergestellte Haarproben erneut untersucht darunter Haare aus dem Intimbereich.

00:21:03: Die Auswertung zeigt dass sich darunter männliche DNA befindet die mit den auf dem Rock gesicherten Spuren übereinstimmt.

00:21:11: Aus diesen Spuren wird ein DNA-Profil erstellt und in die nationale Datenbank eingespeist.

00:21:18: Im September, hier gibt sich schließlich eine Beeinstimmung mit einer bereits erfassten Person – der DNA-Treffer führt ihr mittler dazu, die Vergangenheit des Mannes genauer zu überprüfen.

00:21:30: Dabei stoßen sie auf mehrere schwere Übergriffe, die Jahre zuvor begangen wurden und in ihrem Ablauf deutliche Parallelen aufweisen.

00:21:40: In der Nacht des ersten Oktober, neunzehnt siebensebzig wird eine viernachtzigjährige Frau in ihrem eigenen Zuhause im Schlaf überrascht.

00:21:47: Sie wacht auf als ein Mann seine Hand auf ihr Gesicht liegt.

00:21:51: Sie versucht sich zu wehren doch der Angreifer überwältigt sie schnell.

00:21:56: Später berichtet sie, sie habe versucht seine Hände wegzudrücken und ihm mit die Finger zu beißen sei jedoch durch ihre fehlende Zahnprothese eingeschränkt gewesen.

00:22:06: Sie spricht dem Mann direkt an und bittet ihnen, sie in Ruhe zu lassen.

00:22:10: Dabei appelliert sie an ihn und fragt über keine Mutter habe – und ob er eine alten Frau nichts antun wolle?

00:22:17: Der Täter reagiert mit Drohungen und macht deutlich dass es für sie schlimmer werden würde wenn sie sich widersetzt.

00:22:24: Aus Angst um ihr Leben gibt die Frau schließlich nach.

00:22:27: Sie schildert später das sie davon ausgegangen ist, er würde sie töten.

00:22:32: Nach der Vergewaltigung verlangt der Mann Geld, verlässt das Haus jedoch kurz darauf.

00:22:37: Die Frau geht anschließend ins Erdgeschoss und alarmiert die Polizei.

00:22:42: Während sie dem Beamten in Vorfall schildert, fällt ja auf, dass die Vorhänge im Schlafzimmer durch ein Luftzug bewegt werden.

00:22:49: Ein Fenster, das so vorgeschlossen war, steht nun offen – dir mittlerweile gehen davon aus, daß der Täter auf diesem Weg in das Haus gelangt ist!

00:22:58: Nur wenige Wochen später kommt es zu einem weiteren Angriff mit ähnlichem Muster.

00:23:03: Eine neunundsebzigjährige Witwe, die allein lebt, bereitet sich am Abend wie gewohnt auf die Nacht vor.

00:23:09: Sie schließt ihr Haus ab und legt ihre Zahnprothese in der Küche ab bevor sie schlafen geht.

00:23:15: In der Nacht wird sie durch ein plästliches Licht in ihrem Schlafzimmer geweckt.

00:23:19: Sie erkennt eine Person, die sich im Raum bewegt.

00:23:22: Sie beschreibt, wie sie zunächst regungslos bleibt und den Mann beobachtet, Als sie ihn anspricht, schaltet er das Licht aus und nähert sich ihrem Bett.

00:23:33: In der Dunkelheit kniet er sich neben Sie, hält ihr einen harten Gegenständ an den Körper und behauptet es handelt sich um eine Waffe – er droht, sie zu töten, falls sie schreit oder sich widersetzt!

00:23:45: Die Frau versucht sich zu wehren, greift nach Gegenständen in ihrer Nähe und versucht ihren Angreifer zu kratzen.

00:23:52: Der Täter reagiert darauf, idem ihre Handgelenke mit einem Stück Bettlagen fesselt.

00:23:58: Er zwingt sie unter Drohungen, ihm zu geheuchen.

00:24:02: Sie bittet ihn wieder hoch, sie in Ruhe zu lassen und spricht ihn auf seine Familie an – doch der Mann bleibt unbeirrt und setzt die Vergewaltigung fort.

00:24:12: Nach der Tat stellt er da Frau auf ihre Bitte hin Wasser ans Bett und verlässt anschließend das Haus.

00:24:18: Die Frau bleibt aus Angst bewegungslos liegen und alle mit erst am nächsten Morgen ein Nachbarn.

00:24:29: Beamte aus verschiedenen Abteilungen werden zusammengezogen, um die Fälle aufzuklären.

00:24:33: Die Tatorte werden umfassend untersucht – insbesondere Fingerabdrücke werden gesichert und systematisch ausgewertet.

00:24:42: Am dritten Dezember hier werden im Rahmen einer groß angelegten Haus-zu-Haus-und-Fingerabdruckaktion auch die Abdrücke eines fünfundvierzigjährigen Mannes aus Ipswich genommen.

00:24:53: Zwei Tage später führte abgleichsam entscheidenden Treffer.

00:24:57: Die gesicherten Spuren führen zu Rylant Hadley.

00:25:01: Rylan Hadley wird in Kingston-Jamaica geboren und kommt in den USA nach Großbritannien.

00:25:09: Zunächst lebt ein Liverpool, später zieht er nach Bristol.

00:25:13: Dort heiratet eine Krankenschwester aus Barbados.

00:25:17: Das Paar bekommt drei Kinder und zieht nach Ipswich.

00:25:20: Dort arbeitet er in den Neunzehntsebzigerjahren unter anderem als Maschinarbeiter bei der Eisenbahn und begeht parallel eine Reihe von Einbrüchen.

00:25:30: Am zwölften Dezember, neunzehnundsevenzig wird Headlay in London festgenommen.

00:25:35: Sinnefingerabdrücke werden zuvor mit den Spuren an den Tatorten in Verbindung gebracht.

00:25:39: Zudem werden sie bereits in den Jahren zuvor mehrfach im Zusammenhang mit Einbrücken festgestellt Im Mai, in zwei Fällen der Vergewaltigung schuldig.

00:25:51: Darüber hinaus bittet er darum weitere Straftaten ins besonderen Zusammenhang mit Einbrüchen im Verfahren zu berücksichtigen.

00:26:00: Ein solches Vorgehen gilt als Zeichen von Kooperationen und kann sich strafmildernd auswirken.

00:26:05: In diesem Fall fällt das Urteil dennoch deutlich aus – Das Gericht verhängt eine lebenslange Freiheitsstrafe.

00:26:12: Headlay legt gegen dieses Urteil Berufung ein.

00:26:15: Seine Verteidigung argumentiert, dass das Gericht keine ausreichende Gelegenheit zur Strafmilderung eingeräumt habe.

00:26:22: Zudem wird geltend gemacht, dass einer lebenslangen Haftstrafe nicht angemessen sei da keine Hinweise auf eine psychische Erkrankung oder eine besondere Gefährlichkeit vorliegen.

00:26:33: Im Rahmen des Berufungsverfahrens werden mehrere Gutachten eingeholt.

00:26:37: Eine Gefängnisärztin beschreibt Hadley als eine Persönlichkeit, die das scheitern seiner Ehe auf äußere Umstände zurückfährt und keine psychiatrische Erkrankung aufweist.

00:26:49: Ein unabhängiger Psychiater kommt zu einem ehemaligen Ergebnis – er bewertet die Taten als impulsiv und führt sie auf persönliche und sexuelle Frustrationen zurück.

00:26:59: Gleichzeitig eutzt er die Einschätzung, dass die Wahrscheinlichkeit weiterer Taten gering

00:27:04: sei.".

00:27:06: Das Berufungsgericht folgt diese Argumentation.

00:27:09: In der Urteilsbegründung wird festgehalten, dass es sich nicht um eine Person handelt die dauerhaft eine Gefahr für die Gesellschaft darstellt oder einer besonderen Behandlung bedarf?

00:27:19: Das ursprünglich verhängende Urteil wird im Berufungsverfahren deutlich reduziert.

00:27:23: Die lebenslange Haftstrafe wird auf sieben Jahre begrenzt.

00:27:27: Tatsächlich verbringt er jedoch nur rund zwei Jahre im Gefängnis bevor wieder entlassen wird.

00:27:35: Nach seiner Haftstrafe lebt Hedley über viele Jahre unerfällig.

00:27:38: Im Jahr zwölf wird er erneut festgenommen, jedoch ohne Anklage wieder entlassen.

00:27:44: In diesem Zusammenhang wird eine DNA-Probe entnommen und in die nationale Datenbank aufgenommen.

00:27:50: Erst elf Jahre später zeigt sich die Bedeutung dieser Maßnahmen – das Profil stimmt mit den Spuren überein, die auf dem Rock von Louisa Danni gesichert worden sind.

00:28:01: Die Ermittler beginnen daraufhin den Fall neu aufzubauen!

00:28:04: Sie finden heraus, dass Headlay im Jahr nineteenhundertsechzig in Bristol lebt.

00:28:09: Dies wird durch historische Unterlagen wie Wählerverzeichnisse und Steuerdaten belegt.

00:28:15: Seine Adresse liegt unmittelbar außerhalb des Gebietes, indem damals systematisch Handflächenabdrücke genommen wurden.

00:28:22: Damit erklärt sich, warum er den ursprünglichen Ermittlungen nicht erfasst wird.

00:28:28: Im November.

00:28:29: zwei tausend vierundzwanzig sehen ihr mittlerweile genügend Beweise für eine Festnahme.

00:28:34: Am neunzehnten November suchen Beamte seine Wohnadresse in Ipswich auf.

00:28:38: Hadley lebt alleine, seine Frau ist bereits Jahre zuvor verstorben.

00:28:43: Nachbarn beschreiben ihn als unerfällig – er gilt als freundlich, pflegt sein Garten und wird ein ruhiges Leben!

00:28:51: Am Morgen der Festnahme sprechen die Baden zunächst durch die geschlossene Haustür mit ihm und bitten ihn zu öffnen.

00:28:57: Schließlich lässt er sie rein.

00:28:59: In der Wohnung wird aber den Grund des Erscheins

00:29:02: informiert.".

00:29:03: ihm wird mitgeteilt, dass er wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und Mord an Luisa Dani festgenommen wird.

00:29:09: Anschließend wird er in Gewasern genommen und zur Wache gebracht.

00:29:13: Dort würde über seine Rechte belehrt und auf die anstehende Maßnahmen vorbereitet – im anschließenden Verhör beantwortet hätte ich die meisten Fragen nicht!

00:29:22: Auf zentrale Punkte, darunter sein möglicher Aufenthalt am Tatort der Zugang zum Haus und die Geschehnisse in der Nacht reagiert er wiederholt mit kein Kommentar.

00:29:33: Auch als ihm Spuren und mögliche Abläufe vorgehalten werden, bleibt er bei dieser Haltung.

00:29:40: Parallel dazu äußern sich die Ermittler öffentlich zurückhaltend – sie betonen dass es sich um einen bedeutenden Fortschritt in einem Fall handelt der über Jahrzehnte ungelöst geblieben ist und das die Ermitlungen sorgfältig weitergeführt werden müssen.

00:29:54: Für die Familie von Louisa Danni kommt die Festnahme überraschend.

00:29:58: Ihre Enkelin erfährt davon und reagiert zunächst mit Unglauben.

00:30:03: Sie beschreibt später, dass sie nie damit gerechnet habe das der Fall noch aufgeklärt werden würde.

00:30:08: Der Kontakt zu ihrer Großmutter war zur Lebzeiten gering.

00:30:12: Innerhalb der Familie besteht Distanz – persönliche Begegnungen sind selten.

00:30:17: Nach dem Mord wird das Geschehen innerhalb der Familie kaum thematisiert.

00:30:22: Gespräche darüber finden nicht statt.

00:30:24: Mary erfährt von einem Tod ihrer Großmutter auch nicht durch Angehörige sondern durch die

00:30:30: Zeitungsanzeiger.".

00:30:32: Rückblickend beschreibt sie, dass die Umstände der Tat und die Belastung für ihre Mutter dazu beigetragen haben, das über Jahre geschwiegen wird.

00:30:41: Nach Feststellung des Gerichts erholt sich ihre Mutter nie vollständig von den Ereignissen – und das Verbrechen bricht das Leben der Familie über Jahrzehnte hinweg!

00:30:50: Die Nachricht von der späten Festnahme trifft sie deshalb umso unerwarteter und beschäftigt sie noch länger.

00:30:57: Noch am Tag der Festnahme wird Ryland-Headley wegen Vergewaltigung und Mordesangeklagt.

00:31:03: Die Vorführung erfolgt per Video vor einem Gericht in Bristol, er wird in Untersuchungshaft genommen bis der Fall im folgenden Jahr verhandelt wird.

00:31:11: Der Prozess beginnt im Jahr twenty-fünfundzwanzig von dem Bristol Crown Court.

00:31:17: Der zwei neunzigjährige Ryland Headley bestreitet die Vorwürfe – er plädiert oft nicht schuldig im Fall der Vergewaltung des Mordessons Louisa Dunney!

00:31:27: Zu Beginn weiß das Gericht die Geschworenen an, sich ausschließlich auf die im Verfahren vorgelegten Beweise zu stützen.

00:31:33: Aussagen aus den Ermittlungen von nineteen in sieben sechzig werden verlesen ebenso die Berichte von Zeugen und überlebenden späterer Übergriffe.

00:31:43: Die Anklage zeichnet ein klares Bild.

00:31:45: Zwischen Täter und Opfer bestand keinelei bekannte Verbindung.

00:31:49: Der Täter verschafft sich Zugang zum Haus.

00:31:52: Er handelt mit dem Ziel, Luisa Danni zu vergewaltigen und tötet sie im Verlauf des Angriffs durch Gewalt unter anderem durch Strangulation unter Sticken.

00:32:01: Zentral sind die forensischen Beweise – die DNA-Spuren auf dem Rock des Opfers werden Jahrzehnte später ausgewertet und mit dem Profil von Hadley abgeglichen.

00:32:12: Die statistische Auswertung ergibt, dass es in der Größenordnung von einer Milliarde Mal wahrscheinlicher ist, das die Spuren von Ryland-Headley stammen als von einer anderen Person.

00:32:23: Hinzu kommt der Handflächenabdruck am Fenster, der nach erneuter Analyse eindeutig Headley zugeordnet werden kann.

00:32:29: Mehr als twenty-fünf Merkmale stimmen überein.

00:32:34: Die Anklage argumentiert, dass Headley bereits in den neunzehntsiebziger Jahren ein vergleichbares Vorgehen gezeigt hat.

00:32:40: Er bricht nachts in Häuser ein, sucht gezielt alleinlebende ältere Frauen auf, setzt Gewalt ein und begeht sexuelle Übergriffe.

00:32:49: Die Verteidigung hält ihm entgegen, ihr Mandant habe keine Erinnerung an die Tat und bestreitet jede Beteiligung.

00:32:58: Nach dem Schlussplädoyer ist zieht sich die Jury zurück – nach fast zehn Stunden Beratungen fällt das Urteil.

00:33:04: Roland Hadley wird einstimmig der Vergewaltigung schuldig gesprochen.

00:33:09: Im Anklagepunkt Mord erfolgt der Schuldspruch mit einer Mehrheit von zehn zu zwei Stimmen.

00:33:16: Am ersten Juli, fürkündet das Gericht das Strafmaß.

00:33:20: Für den Mord wird lebenslange Haft verhängt – mit einer Mindestverbüßungsdauer von zwanzig Jahren.

00:33:27: Mit zwei neunzig Jahren gilt Rylan Tatley damit als die älteste Person, die jemals in Großbritannien wegen Mords verurteilt wurde.

00:33:35: In der Urteilsbegründung machte Richter deutlich, welche Konsequenzen dieses Strafmaß angesichts seines Alters hat.

00:33:41: Üblicherweise werde die Bedeutung einer solchen Mindestdauer ausführlich erläutet – in diesem Fall sei dies nicht erforderlich!

00:33:50: Erweite des Gefängnis nicht mehr verlassen.

00:33:52: Erweide dort sterben.

00:33:55: Das Gericht betont dass Louisa Danni eine schutzbedürftige Frau war, die allein lebte und in ihrem eigenen Zuhause angegriffen wurde.

00:34:03: Die Tat wird als besonders schwer eingestuft, insbesondere weil sie mit sexueller Gewalt verbunden ist und sich im geschützten Raum der eigenen Wohnung ereignete.

00:34:13: Hervorgehoben wird auch dass die Aufklärung des Falles nur möglich war, weil die Beweismittel über Jahrzehnte hinweg gesichert und später mit modernen Methoden ausgewertet werden konnten.

00:34:24: Nach der Verurteilung prüfen die ermittler auch mögliche Verbindungen zu weiteren ungeklärten Fällen aus den neunzenundseinzigern.

00:34:32: Konkrete Zuordnungen werden jedoch nicht bekannt.

00:34:36: Für die Familie bedeutet das Urteil einen späten Abschluss, Louisas Enkelin beschreibt wie sie den Fall über Jahrzehnte hinweg mit sich getragen hat und nie damit gerechnet habe dass er noch aufgeklärt wird.

00:34:49: für Sie ist die Verurteilung ein Moment in dem erstmals Gewissheit entsteht.

00:34:54: auch die Ermittler betonen dass der Fall nie abgeschlossen war.

00:34:58: Erst moderne forensische Methoden ermöglichen es, die vorhandenen Spuren auszuwerten und den Täter zu identifizieren.

00:35:05: Der Fall gilt damit als einer der ältesten aufgeklärten Mordfälle in Großbritannien – und zeigt dass selbst nach Jahrzehnten noch Gerechtigkeit möglich

00:35:18: ist.

00:35:25: alle anderen Beteiligten als Mörder nie sicher sein, dass du ungeschoren davon kommst.

00:35:30: Wobei man sagen muss es hat sehr lange gedauert.

00:35:34: also er konnte sein ganzes Leben wenn man's so nimmt im Prinzip in Freiheit verbringen.

00:35:40: Du hast jetzt zum Schluss nicht gesagt das er verstorben ist Also gehe ich davon aus dass er noch am Leben ist.

00:35:44: Ich meine der Urteilspruch ist ja auch noch nicht so lange her.

00:35:46: Ich wollte

00:35:46: gerade sagen das war letztes Jahr war das

00:35:48: Ja ist noch nicht solange her kann man nie sicher sein.

00:35:52: Aber es ist schon heftig, wenn man überlegt das ist fast ein ganzes Menschenleben was auch frei im Fuß war.

00:35:57: Also zumindest jetzt für diese Tat gesprochen richtig?

00:36:00: Er war ja zwei Jahre in Haft aber zumindest nicht in Bezug auf die Tat.

00:36:06: Dann noch kurz eine Info von mir falls ihr euch wundert wenn ihr selber mal ein paar Artikel zu diesem Fall lesen solltet.

00:36:13: Im offiziellen Gerichtsdokument wird Luisa mit seventy vier Jahren angegeben und daran habe ich mich dann orientiert weil das halt wirklich die verlässigste Quelle ist, in eigentlich so gut wie fast allen anderen Berichten wird sie immer mit seventy-fünf Jahren beschrieben.

00:36:30: Das ist aber nicht korrekt.

00:36:32: Ich gehe jetzt einmal davon aus dass hier mit Geburtsternsterbe ja quasi einfach nur gerechnet wurde ohne zu berücksichtigen dass ihr Geburtstag im Jahr neunzehnundsechzig eben noch nicht gewesen ist

00:36:44: oder es wurde großzügig aufgerundet und es wird manchmal gemacht.

00:36:47: also wenn Wenn Sie jetzt vielleicht noch drei, vier Monate, vieren, siebzig gewesen wäre.

00:36:52: Ich denke es hängt wahrscheinlich eher damit zusammen dass die halt in dem laufenden Jahr indem sie dann leider verstorben ist eben ihr Geburtstag noch nicht war.

00:36:58: Vierundsiebzig geworden wäre?

00:37:00: Genau richtig!

00:37:02: Ja was ich jetzt auch krass fand waren mehrere Nachbarn haben in dieser Nachtjahr Geräusche gehört teilweise sogar schreien und trotzdem hat niemand wirklich eingegriffen oder die Polizei gerufen.

00:37:14: an das stelle ich mir schon die Frage Werte man selbst in so einer Situation reagiert?

00:37:19: Gerade wenn man denkt, ja es ist vielleicht nur ein Streit wie man's vielleicht schon paar mal zuvor gehört hat.

00:37:24: In der Nachbarschaft oder man denkt sich Ja ich will mich jetzt nicht unbedingt einmischen Ich glaube viele kennen das dass man solche momenten eher davon ausgeht Das hat bestimmt schon irgendjemand gemeldet da brauche ich nicht die fünf millionste sein die jetzt gerade die polizei ruft.

00:37:39: Oder man redet sich halt eben ein dass es in dem Moment vielleicht doch nichts ernstes war.

00:37:44: Aber genau das könnte ich am Ende eine große Rolle gespielt haben.

00:37:48: Und ich finde, genau dieser Fall zeigt ja mal wieder dass es eigentlich immer besser ist im Zweifel einmal zu viel Hilfe zu holen als einmal zu wenig.

00:37:56: Das wollte ich gerade sagen, das sehe ich ganz genauso Weil wenn nichts ist die Polizei ist nicht böse.

00:38:02: Wenn du sagst ich habe hier was gehört Ich bin mir grad nicht sicher nicht dass irgendwas passiert können sie bitte mal gucken kommen.

00:38:07: Wenn nichts ist, sind die in einer Minute wieder weg.

00:38:09: Haben sich einen Überblick verschafft und dann ist es gut.

00:38:11: Und das ist auch für einen selber man selbst.

00:38:13: muss ich nicht die Vorwürfe machen hätte ich doch etwas getan vielleicht hätte ich noch retten können.

00:38:18: Es gibt bestimmt Menschen die sich keine Vorwünfe machen aber ich wäre so jemand ich würde mir dann vorwürfen machen.

00:38:22: Ich würde denken ja du hast das gehört hättest du mal irgendwie reagiert oder so?

00:38:26: Und wie gesagt Die Polizei ist nicht böse wenn man am Telefon schildert hier das und das habe ich gehört ich weiß nicht ob ich überreagiere was meinen sie denn?

00:38:33: Ja und dann hat man zumindest einen Ja, einen Teil der Verantwortung abgegeben und die Polizei kann das dann einschätzen.

00:38:40: Und kann dir auch helfen?

00:38:41: Die Beamten wissen schon, wann man sich beeilen muss und wenn man sagen kann ja wir lassen es erst mal laufen, wir gucken mal.

00:38:47: Aber was ich noch positiv erwähnen muss, muss ich sagen ist schon diese recht strukturierte Ermittlungsarbeit, die sie da gemacht haben in den sechziger Jahren.

00:38:55: also ich meine die haben wirklich nichts unversucht gelassen Ja, also hier mit dieser Handabdruck-Analyse von diversen Leuten und so.

00:39:04: Und sie haben ja auch alle befragt und haben das immer wieder hervorgeholt.

00:39:07: Also ich muss sagen, das war wirklich ambitioniert!

00:39:10: Die sind sehr ambitioniert an die Sache rangegangen... ...und haben alles probiert um den Fall zu lösen.

00:39:15: Man kann denen auf keinen Fall vorwerfen, Sie hätten sich keine Mühe gegeben.

00:39:19: Das haben wir schon anders gesehen.

00:39:20: Richtig.

00:39:21: Und tatsächlich habe ich mir auch notiert, diese große Handflächenabdruck-Aktion war ja damals wahrscheinlich das sinnvollste Mittel, dass sie ihnen überhaupt zur Verfügung stand und man muss sich auch beachten.

00:39:29: es gab halt zwischen Täter und Opfer gab's hier überhaupt gar keine Verbindung.

00:39:33: Und so krasser ist dann im Nachhinein, dass es am Ende an einem kleinen Detail gescheitert ist weil sein Wohnort ganz knapp außerhalb des Erfassungsgebietes lag.

00:39:43: also während dieses Gebieten nur minimal größer gewesen hätte man ihn vermutlich eigentlich schon damals identifizieren können.

00:39:50: Ja, was ich mich halt dann immer noch so abschließend Frage ist.

00:39:53: Wie lebt so ein Mensch damit?

00:39:55: Also blendet der das komplett aus?

00:39:58: Kriegt er jedes Mal panik wenn die Polizei vorbei fährt?

00:40:04: ...hast du dann irgendwann nach zwanzig Jahren wieder denkst, ja gut, jetzt haben sie mich nicht erwischt.

00:40:06: Wenn ich jetzt auch nicht mehr erwischend bin, tust du das irgendwie ablegen?

00:40:10: Gut!

00:40:10: Er war ja zwischendurch noch straffällig.

00:40:12: Es ist ja nicht so, dass das ein einmaliger Ausrutscher bezeichnet.

00:40:17: Aber... Dass es eine einmalige Sache war, der Fall hat schon einen Muster verfolgt.

00:40:23: Also um das Ganze zu vervollständigen, weil ich glaube, das hatte ich in meinem Fall gar nicht gesagt.

00:40:28: Ich fand es bemerkenswert, dass der Richter sogar im Urteil geäußert hat.

00:40:33: Dass er es für möglich halte, das in diesem Moment gar keine konkrete Tötungsabsicht bestand also im Prinzip, dass er eben immer nach dem selben Muster gehandelt hat bei älteren Damen eingebrochen ist diese vergewaltigt hat und dass in diesem Zusammenhang die Dame verstorben ist ohne dass es seine tatsächliche Absicht war.

00:40:56: Ich muss sagen, ich halte das auch für plausibel.

00:40:59: Weil es nicht wirklich zu seinem bisherigen Vorgehen gepasst hat.

00:41:03: Das ändert aber nichts an der Tat.

00:41:04: also nicht dass er mich wieder irgendwie falsch stand zitiert oder sowas.

00:41:07: am Ende ist ein Mensch dabei ums Leben gekommen ja?

00:41:10: Es ist absolut schrecklich!

00:41:11: Es ändert nichts an die Tat.

00:41:13: Ich habe mir aber die Frage gestellt war ihm in diesem Moment überhaupt bewusst, dass er Luisa getötet hat?

00:41:20: Gut, das Einzige was ich mir dann gedacht habe er wird ja dann spätestens durch die Medien davon erfahren haben dass da eine Frau zu Tode gekommen ist.

00:41:29: Aber ja ich hab mir im Prinzip genau dieselbe gefragt gestellt wie ist das wohl wenn jemand sein ganzes Leben lang weiß Ich bin für den Tod einer Frau verantwortlich?

00:41:38: Wie lebt es sich damit?

00:41:40: Das Ding ist, von seiner Verhaftung liegt auch so eine, sagt man Bodycam Aufnahme.

00:41:45: Also es gibt ein Video von der Verhaftungen was ich ja nur ganz kurz reingeguckt hatte.

00:41:51: Aber du musst dir halt vorstellen da ist so ein alter geprächtlicher Mann von zwei neunzig Jahren hört sich ganz in Ruhe an was die Beamten dazu sagen haben scheint aber noch sogar nicht so richtig einsortieren zu können was die da gerade von einem wollen.

00:42:06: Es ist ein komplett verwirrendes Bild, was einem da geboten wurde.

00:42:11: Weißt du, wenn du so einen alten zerbrechlichen zwei-neinzigjährigen Mann siehst?

00:42:14: Dann gehst du nicht davon aus als ein gemeingefährlicher Vergewaltiger und Mörder!

00:42:19: Ja gut er war es.

00:42:20: aber jetzt vielleicht mit zwei neunzig Jahren ist das nicht mehr aufgrund seiner eingeschränkten körperlichen Möglichkeiten die er hat.

00:42:25: Aber er war's aber... Es ist natürlich auch für das Gefängnis eine Enorme organisatorisches Problem, wenn du einen so alten Menschen im Gefängnis hast.

00:42:35: Natürlich ist es richtig er gehört verurteilt.

00:42:37: ich will das überhaupt nicht nur Es ist sehr schwierig händelbar teilweise weil Du musst bedenken es ist ja ein gefängnis kein krankenhaus

00:42:45: oder senior anheim

00:42:46: Genau ist.

00:42:47: oder senior heimes ist nicht üblich zum beispiel dass gefangen mit dem aufzug fahren Oder irgendwie sowas die gehen treppe sei denn sie sind halt verletzt oder sowas dann schon.

00:42:56: Aber auch solche Sachen wie Betten, also wenn das ein tiefes Bett ist.

00:43:00: Ein neunjähriger Mann der kommt da nicht so ohne weiteres Reinigen raus.

00:43:03: Es gibt Gefängnisse, da gibt es noch Etagenbetten.

00:43:07: Also dass zum Beispiel in Deutschland sind das dann Fälle die wirklich relativ schnellhaft verschont werden und dann werden die Inseniorenwohnheime oder in Forensiken wo halt eben Pflegemöglichkeiten sind gesetzt weil das kannst du auch teilweise nur im Gefängnis gewährleisten.

00:43:20: ich weiß allerdings jetzt nicht wie sie an den Ländern ist.

00:43:22: Ich kann das jetzt nur aus deutscher Sicht schildern Das weiß ich nicht.

00:43:26: Es gibt natürlich Gefängniskrankenhäuser, aber es gab mal einen recht interessanten Bericht über die JVA Berlin.

00:43:32: Moabiti haben ja eine Sicherungsverwartenstation wo dann auch die werden als älter.

00:43:37: Ja da waren dann auch der Großteil Mitte sechzig und hat dann da gesessen.

00:43:40: Und dann ist die Frage was machen wir jetzt mit denen?

00:43:44: Also das ist also so ne Sache aber nichtsdestotrotz.

00:43:48: Mord verjährt nicht.

00:43:49: Das war ein schlimme Taten auch die Vergewaltigung.

00:43:51: Ich mein gut dafür hat er gesessen Nichtsdestotrotz.

00:43:54: Aber organisatorisch ist das ein Problem, genauso wie wenn ein Prominenter ins Gefängnis kommt – auch eine Katastrophe!

00:43:58: Eine organisatorische Katastrophen.

00:44:00: Noch mal kurz zurück zu dem Thema.

00:44:03: mehr für die Zweifelgewaltigung hat er gesessen.

00:44:07: Das habe ich mir auch notiert, dass sich jetzt richtig heftig fand, dass er eigentlich genau für diese zwei Taten zunächst zur Lebenslangehaft verurteilt wurde und dann das Uter im Berufungsverfahren... auf sieben Jahre reduziert wurde, allein das denke ich mir schon für die Taten krass so wenig.

00:44:26: Und dann am Ende zu hören dass er eigentlich nur zwei Jahre effektiv im Gefängnis gesessen hat und all das wegen dieser guten Prognose der Ärzte...

00:44:37: Ist absolut nicht nachzuvollziehen, gebe ich dir hundertprozentig recht!

00:44:39: Ja gut es war mir jetzt zumindest nicht bekannt dass er nach dem Gefängnisauffind noch mal straffällig geworden ist.

00:44:47: aber Gut.

00:44:48: Wenn da Taten teilweise erst fast nach sechzig Jahren aufgeklärt werden konnten, wer weiß?

00:44:54: Ja das war dann noch gut vorbei jetzt.

00:44:56: Die Akte wird geschlossen sein.

00:44:57: aber du hast recht nicht straffällig heißt erstmal nicht erwischt worden bis zum Beweis des Gegenteils.

00:45:06: Richtig!

00:45:07: Wegen irgendeiner Tat wurde er ja wohl noch mal festgenommen.

00:45:12: Was es genau war, wurde leider nicht in den Medien geschrieben.

00:45:16: Tatsache war allerdings dass genau in diesem Zusammenhang eben auch damals dann seine DNA sichergestellt werden konnte obwohl es nicht zu eine Klage kam und nur deshalb konnte er ja dann als Täter identifiziert.

00:45:30: Für die Angehörigen hast du ja zum Schluss auch die Enkelin, hast du Ja zum Schluss zitiert oder von ihr geschrieben.

00:45:37: Ist es natürlich eine Genugtung?

00:45:38: Natürlich!

00:45:39: Es bringt einen gelebten Menschen nicht wieder zurück.

00:45:41: aber es ist zumindest vielleicht ein bisschen ein Prozess das man abschließen kann damit dann dass man sagt okay es ist jetzt doch noch ein schuldiger gefasst worden.

00:45:49: Das ist vielleicht hilfreich bei der trauer Arbeit.

00:45:52: Ich finde, du hast es genau richtig gesagt.

00:45:54: Weil man kann hier im Prinzip eigentlich nur von einem Abschluss sprechen aber von Gerechtigkeiten mehr oder weniger nicht weil du musst dir vorstellen der hat sein ganzes Leben lang in Freiheit verbracht ob er jetzt im Gefängnis oder im Seniorenheim sitzt.

00:46:06: ey ganz ehrlich ich glaube nicht dass das einen großen Unterschied mit zwar ein neunzig macht.

00:46:10: Er hat sein Leben gelebt, muss man so sagen.

00:46:12: Ja

00:46:13: und kritisiert mich jetzt nicht für diese Aussage aber ich gehe halt stark davon aus dass es als zwei neunzeigjährigen Gefängnis jetzt nicht unbedingt so viel schlimmer sein wird als im Seniorenheim wo du ja auch mit den Dingen die du machen möchtest also einfach nur weil du ja selber körperlich oder auch geistig eingeschränkt bist in dem Moment.

00:46:34: Ich habe auf jeden Fall Fotos für dich bereit gelegt.

00:46:37: Ihr könnt euch diese Fotos selbstverständlich auch anschauen, auf Instagram.

00:46:41: dort findet ihr uns unter et alle Jahre Mörder mit OE geschrieben.

00:46:46: Übrigens ein kleines Feedback würde uns natürlich auch sehr freuen zu den Fotos denn wir haben ja jetzt schon vor zwei Folgen oder so haben wir das Design verändert und so ein bisschen auch unserem Podcast Cover angeglichen Und wir haben noch eine neue Sache hinzugefügt und zwar dass die Beschreibung oder den dieser Text quasi zum Fall, dass wir ihn auch als Foto einmal so bearbeiten.

00:47:09: Ihr könnt ja mal in die Kommentare schreiben ob ihr das so toll findet.

00:47:12: oder wenn ihr irgendwelche Verbesserungsvorschläge habt, Ideen habt, könnt ihr sie uns auch gerne jederzeit in die Kommentare schreiben und natürlich zählen darunter auch hier Spotify-Kommentare und auch Podimo-Kommentare.

00:47:25: Dann noch kurz zu den Fotos was da aufzusehen ist.

00:47:27: Einmal die Pretendia Road Wo genau sie im Prinzip vor dem Haus immer so gestanden hat, wie man es jetzt heute sagen würde.

00:47:38: Die hat mit einem Kissen am Fenster gesessen und die meiste Zeit eben vor diesem Haus gestanden und da das Treiben verfolgt.

00:47:46: Viele haben auch übrigens in der Medien davon berichtet, dass sie wohl auch zu einem spirituosen Geschäft gegangen sei und dort ihr Alkohol geholt hat.

00:47:55: Das waren gewohnte Abläufe von ihrem Tag, die die Leute kannten.

00:47:59: Sie wussten ganz genau, ja, sie ist zur Tageszeit anzutreffen und dann fällt das eben schnell auf, wenn sie eben mal nicht erscheint.

00:48:07: Gut!

00:48:08: Das zweite Foto zeigt natürlich einmal Sie also das Opfer Louisa.

00:48:12: Das dritte Foto zeigten Teta im Alter von zwei neunzig Jahren.

00:48:16: ein jüngeres Foto er war ja zum damenlichen Zeitpunkt vierunddreißig habe ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden aber ich fand es auch irgendwie so passend.

00:48:23: Ich muss aber echt sagen dass der sich für zwei neunsich Jahre verdammt gut gehalten hat

00:48:27: Voll, auf jeden Fall.

00:48:29: Also ich hätte jetzt... also wenn du mir das Bild jetzt gezeigt hättest, ich hätte nicht gesagt dass der Mann zwei neunzig Jahre alt ist.

00:48:34: Ja und auf dem letzten Bild.

00:48:35: habt ihr wie gesagt diese kleine Beschreibung so als Klein-Tieser für den Fall?

00:48:40: Okay dann würde ich dir mal ein neues Jahr ziehen.

00:48:44: Sehr gerne!

00:48:44: Ninzehundert

00:48:50: achtund achtzig

00:48:53: Das Jahr hatten wir bislang viermal aber ich sehe das es gar kein Problem denn wir haben auch viel Vollvorschläge.

00:49:00: da werde ich doch fündig.

00:49:01: Okay, dann schreiben wir das mal auf.

00:49:12: Okay ist notiert!

00:49:14: Wie ich gehört habe hat nichts mehr auf den Tisch geklappert wie bei der letzten Folge.

00:49:18: Was hat geklappt?

00:49:20: Ach so hier liegen aber ganz viele Sachen.

00:49:22: es kann sein dass jetzt gerade nichts klapperndes hier liegt aber hier sieht's aus wie gebrannt auf meinem Schreibtisch.

00:49:26: also ja aber nicht was ordentlich Geräusche macht gebe ich dir recht.

00:49:31: Ja Aber es ist notieren gut ihr lieben Dann Soll es das von uns gewesen sein für diesen Sonntag?

00:49:39: Wir wünschen euch einen schönen, angenehmen Wochenstart.

00:49:41: Passt gut auf euch auf!

00:49:42: Wenn ihr Lust habt, hört gerne mal bei Ungedienst rein des unserer anderen Podcast.

00:49:45: Da geht's deutlich gemütlicher und lustiger zu... ...und vor allen Dingen geht's ja nicht um auch den Totschlag.

00:49:49: Ansonsten hören wir uns nächsten Sonntagen wieder hier bei.

00:49:52: alle Jahre Mörder.

00:49:53: Bis dahin bleib vernünftig anständig und vor allem gesund.

00:49:56: Macht's Gut und Tschüss!

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