#304 Wenn Glaube Hass entfacht
Shownotes
Im Januar 2020 verschwindet die 27-jährige Sasha Krause plötzlich aus ihrer mennonitischen Gemeinde in New Mexico. Ihr Auto bleibt zurück, doch von Sasha fehlt jede Spur. Wochenlang sucht ihre Familie verzweifelt nach ihr. Dann wird mehr als 400 Kilometer entfernt in Arizona eine Leiche entdeckt. Die Ermittlungen führen schließlich zu einem Mann, den Sasha offenbar nie zuvor getroffen hat. Und zu der Frage, ob ausgerechnet ihr Glaube sie zum Ziel eines Mörders gemacht hat.…
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Folgt/ Schreibt uns gerne auf:
Quellen:
https://www.courttv.com/news/airman-on-trial-in-arizona-in-death-of-mennonite-woman/
https://www.imdb.com/de/title/tt22535158/mediaviewer/rm3050504449/
https://edition.cnn.com/2020/02/28/us/mennonite-sasha-krause-kidnapped-killed-new-mexico
https://www.oxygen.com/crime-news/sasha-krause-autopsy-links-mark-gooch-to-murder
Transkript anzeigen
00:00:00: Halle Jahre.
00:00:10: Herzlich willkommen zu alle jahre.
00:00:12: Mörder, der True Crab Podcast mit
00:00:15: Christian Hallo und
00:00:17: Jasmin Hi!
00:00:19: Hallo ihr Lieben wir wünschen euch einen schönen und hoffentlich entspannten Sonntag.
00:00:22: also ich muss sagen ich sage ja bei meinen Fällen relativ oft da habe ich stundenlang gesessen am Schreibtisch.
00:00:27: mittlerweile muss ich allerdings sagen für diesen Fall habe ich teilweise ganz schön lang gestanden.
00:00:31: Gestanden beim Recherchieren?
00:00:33: Werbung Ja Ich habe mir nämlich den E-Sieben Pro von Flexyspot einen elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch bestellt.
00:00:41: Und gerade bei diesen langen Recherche und Schreibzechens ist das wirklich angenehm!
00:00:45: Wenn ich merke, dass sich jetzt schon ewig sitzt dann drücke ich einfach auf die Taste und der Tisch fährt automatisch auf die von mir gespeicherte Stehhöhe nach oben und dann schreibe ich halt eben im Stehen weiter... ...und das Wichtigste?
00:00:54: Er macht das leise unter fortyfünf Dezibel Und das geht wirklich überall, egal ob draußen oder drin.
00:01:01: Ich habe das getestet und durch die Kindersicherung wird dein unbeabsichtigstes Verstellen des Tisches verhindert.
00:01:06: Die Sicherung funktioniert im Übrigen auch bei neugierigem Bulldoggen.
00:01:10: Okay!
00:01:11: Das ist ja schon mal gut aber warte nochmal ganz kurz.
00:01:14: Draußen
00:01:14: oder drinnen?
00:01:16: Was hast du
00:01:16: gemacht?!
00:01:17: Ja gut, das Wetter war so schön und draußen hatte ich viel mehr Platz zum Aufbauen.
00:01:20: also hab' ich das Ding auf der Terrasse zusammen gebaut Ja, und bin dann halt das Sitzen geblieben.
00:01:24: Die Nachbarn haben wahrscheinlich gedacht jetzt hat er endgültig den Verstand verloren aber ich hatte dann halt mal mein Büro im Garten.
00:01:29: Jo
00:01:30: gut, ehrlich gesagt hätte ich vermutlich dasselbe gedacht.
00:01:34: Das einzige Problem an der Sache war aber als ich mit dem Tisch fertig war fand ich das draußen so schön, dass ich dann einfach halt sitzen gebleiben bin.
00:01:42: Laptop drauf, Kaffee dazu... Und dann habe ich tatsächlich den ganzen Vormittag auf die Terrasse recherchiert und geschrieben.
00:01:47: Also hatte der Tisch direkt seinen ersten Arbeitstag im Freien sozusagen.
00:01:51: Genau und da ist mir aufgefallen, dass der EZ Pro wirklich stabil da steht!
00:01:54: Der ist massiv, der ist schwer die Materialien sind hochwertig und die verstellbaren Füße kannst du auf kleinen Unebenheiten im Untergrund wunderbar einstellen.
00:02:02: Selbst aufs Terrasse stand der Tisch bombenfest egal in welcher Position beim Schreiben, beim Rauffahren, beim Runterfahren.
00:02:09: nix wackelte Kein Schluck von meiner üblich gefüllten Kaffeetasse wurde verschüttet.
00:02:13: Sehr gut.
00:02:14: Und der Aufbau?
00:02:15: Ja gut, es ist ja im Allgemeinen bekannt dass ich jetzt nicht so der Handwerker bin aber der Aufbau war wirklich unkompliziert.
00:02:22: Die Schrauben sind vernünftig sortiert die Anleitung ist verständlich und Flexspot liefert sogar noch brauchbares Werkzeug mit.
00:02:27: Fand ich wirklich gut!
00:02:28: Okay,
00:02:29: aber mittlerweile steht das schon im Büro oder?
00:02:31: Ja natürlich und da passt er auch mittlerweile hervorragend hin.
00:02:34: Ich habe jetzt alles umgeräumt und eingeräumte und so Mit Rechner, Monitor, Mikrofon Und dem ganzen Gramm den ich halt brauche und dann steht nach wie vor Bomben fest.
00:02:42: Der E-SIM Pro hat zwei Motoren, trägt bis zu hundert und achtzig Kilo.
00:02:46: Fährt schnell ruhig und wirklich leise hoch und runter.
00:02:49: Meine Sitz- und Stehhöhe speichere ich einfach mit die Memory Funktion ab.
00:02:52: Es gibt viele verschiedene Größen und Designs sowohl für das Gestell als auch für die Tischplatte.
00:02:56: Da ist es wirklich für jedes Büro was dabei!
00:02:58: Und auch für jede Körpergröße.
00:03:00: der Einstellbereich des Tisches ohne Platte liegt von dreiundsechzig, fünf bis hundertundzwanzig, fünf Zentimeter.
00:03:06: Also ist das auch für Riesenbabys wie mich geeignet.
00:03:11: Okay, und wie sieht es mit dem Kabelchaos aus?
00:03:14: Das hat Flexisport für mich wirklich gut gelöst.
00:03:16: Es gibt eine integrierte Kabelführung mit magnetischer Kanalabdeckungen.
00:03:19: Es sieht also tatsächlich mal ordentlich bei mir aus!
00:03:21: Und am Control Panel ist sogar ein USB Anschluss – da kannst du zum Beispiel dein Handikabel noch einstecken.
00:03:26: Praktisch…
00:03:27: aber das glaube ich erst wenn ich es gesehen habe.
00:03:29: Ja, kannst du gerne kontrollieren und auf den EZ Pro gibt Flexis-Sport fünfzehn Jahre Garantie und dreißig Tage kostenloses Rückgabe recht … aber den gebe ich jetzt nicht mehr her
00:03:38: Okay.
00:03:38: Und wenn ich jetzt jemand, also so wie ich zum Beispiel auch lieber mal im Stehen arbeiten möchte...
00:03:44: Dann schaut über unseren Link bei Flexisport vorbei.
00:03:46: Darüber bekommt ihr exklusive Rabatte auf die E-Siemenerserie und über unserem zweiten Link findet ihr dann noch die FlexiSport Herbstaktion mit weiteren Angeboten.
00:03:55: beide Links direkt in der Folgenbeschreibung Werbung beendet.
00:04:00: Gut normalerweise würde ich ja jetzt sagen Ich lehne mich zurück und lausche ergriffen.
00:04:05: Ja gut das machst du hier eigentlich auch nur halt ein bisschen anders als normal.
00:04:10: Ja,
00:04:11: also ich muss mich jetzt leider in mein Bettchen zurücklehnen und ergriffen lauschen wenn ich dann später den Schnitt mache denn leider muss sich mich ab hier verabschieden.
00:04:19: Meine Schulter geht es leider nach wie vor nicht gut.
00:04:23: Dementsprechend muss ich mich noch etwas schonen und mein aller, aller liebster Lieblingskollege hat für euch extra einen Fall recherchiert und wird denn jetzt zum Besten geben?
00:04:34: Und dann da stellen wir nochmal ganz, ganz lieben Dank!
00:04:36: Wie ist in meinem Instagram-Post-Turm geschrieben?
00:04:38: hab' Ich werd ja auch irgendwann irgendwas irgendwo hinwärmen.
00:04:41: Ja, ja... Jetzt hör mal auf.
00:04:43: Das ist gut.
00:04:44: Ich habe hier jetzt nicht die Welt gerettet.
00:04:45: Ich hab nur ein Fall geschrieben.
00:04:46: also insofern ist alles in Ordnung Aber auch draußen, wie gesagt.
00:04:50: Also ich hab wirklich...guck mal Story!
00:04:52: Stimmt ja.
00:04:53: wenn ihr jetzt am Sonntag noch die Folge hört könnt ihr in der Instagram-Story den Christian bewundern, wie er draußen am Schafe war?
00:05:00: Genau.
00:05:00: Ja richtig.
00:05:02: So okay wir kommen aber jetzt mal wieder in True Crime Stimmung weil das ist schon ganz ganz schön heftig was ich euch jetzt erzähle.
00:05:08: und dann starten wir mal.
00:05:11: einige Namen habe ich geändert und dann geht's los.
00:05:21: Tom Willis ist in der Gegend nahe des Sunset Crater National Monuments unterwegs.
00:05:25: Hier gibt es im wahrsten Sinne des Wortes Natur pur, es ist eine abgelegene Gegend bewaldet fernab von jeglicher größerer Ortschaft.
00:05:34: Zwischen den Bäumen liegt zu dieser Jahreszeit stellenweise noch Schnee und die Temperaturen sind niedrig.
00:05:39: Tom macht das nichts aus – Das Sammeln von Feuerholz gehört für ihn zu seinem Alltag dazu.
00:05:45: Eigentlich ist es nur ein gewöhnlicher Ausflug in die Natur.
00:05:47: Tom kennt sich gut in der Gegend aus und trottet motiviert aber auch mit der gebotenen Vorsicht durch das Waldgebiet.
00:05:54: Doch heute soll alles anders kommen, denn Tom wird auf seinem Ausdruck leider nicht nur Todesholz sondern auch einen toten Menschen finden.
00:06:04: Zunächst sieht er nur Kleidung im Schnee zwischen den Bäumen liegen.
00:06:07: Bei genauerem Hinsehen erkennt er ein graues Kleid und einen weißen Mantel.
00:06:12: Tom macht einige Schritte auf seinen Fund zu dann stockt ihm der Atem Denn die erblickte Kleidung liegt keinesfalls herrenlos im Schnee.
00:06:21: Sie wird von einer jungen Frau getragen, deren lebloser Körper mit dem Gesicht nach unten auf dem verschneiten Waldboden liegt.
00:06:27: Was ohnehin schon nicht nach einem Unfall aussieht, wird für Tom von der Tatsache unterstrichen dass die Hände der Frau mit Klebeband gefesselt sind.
00:06:35: Nachdem er sich etwas gesammelt hat verständigt er die Polizei.
00:06:39: Zu diesem Zeitpunkt weiß noch niemand vor Ort wer die Tote ist.
00:06:43: Niemand weiß woher sie kommt und niemand weiß wie lange sie bereits dort auf dem Boden
00:06:47: liegt.".
00:06:49: Und noch weiß niemand, dass die Aufklärung dieses Falles sich über eine Distanz von hunderte von Kilometern erstrecken wird.
00:06:56: Aber als Erstes geht es für die ermittelnde Polizei mal an die Identitätsfeststellung der Toten.
00:07:01: Erst die Fingerabdrücke bringen Gewissheit – bei der Leiche handelt es sich um die siebenzwanzigjährige Sascha Krause.
00:07:08: Sie gilt seit mehreren Wochen als vermisst.
00:07:11: Dass hier niemand etwas davon weiss, vor allem auch keiner von der Polizei ist wenig verwunderlich, denn Sascha stammt nicht aus der Gegend!
00:07:18: Mehr als vierhundert Kilometer entfernt warten Menschen seit über einer Woche auf irgendein Lebenszeichen von ihr.
00:07:25: Seit mehr als einem Monat suchen ihre Familie, ihre Freunde und eine menonitische Glaubensgemeinschaft in New Mexico nach Sacha.
00:07:33: Sie bekommen nun die traurige Nachricht über den Tod der jungen Frau.
00:07:37: Die Todesnachricht geht mit diversen Fragen der Polizei einher – allem voran was sie ermordete soweit weg von zu Hause machte!
00:07:45: Doch eine wirkliche Antwort auf diese Frage erhalten die Ermittler von der trauernden Familie nicht.
00:07:51: Mit der Identifizierung der Leiche stellt sich natürlich noch eine weitere Frage, doch diesmal geht es nicht darum wie und warum Sascha in Fleckstaff gefunden wurde – dieses Mal geht es um die Frage wer sie aus dem Leben gerissen hat!
00:08:04: Die Ermittlern stehen dabei zunächst vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe.
00:08:09: Denn niemand hier kennt Sascha und Zeugen gibt das auch keine weder für ihre Ankunft noch für ihr Verschwinden….
00:08:16: Es gibt keinen offensichtlichen Täter und zunächst auch keine erkennbare Verbindung zwischen Sascha und einem Menschen, der sie eventuell umgebracht haben könnte.
00:08:24: Die junge Frau führt ein behütetes und religiöses Leben innerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft.
00:08:29: Von Streitigkeiten oder gar Feinden ist nichts bekannt – alles in allem keine guten Aussichten für eine schnelle Klärung des Falles.
00:08:39: Einen kleinen Hoffnungsschimmer finden ihr mittlerweile allerdings bei der Toten… und zwar ihr Handy!
00:08:44: Die Datenauswertung des Gerätes könnte zumindest ein paar Antworten oder wenigstens ein paar Anhaltspunkte liefern.
00:08:50: Denn Mobilfunkgeräte hinterlassen Spuren, unsichtbare Spuren gespeichert in den Netzen der Mobilfunktanbieter und als die Ermittler beginnen diesen Spuren zu folgen stoßen sie auf ein zweites Telefon.
00:09:04: Dieses gehört einem jungen Mann, der hunderte von Kilometern entfernt lebt – einem Soldaten der United States Air Force.
00:09:11: Und je genauer die Ermitler seine Bewegungen rekonstruieren desto dringlicher wird eine Frage.
00:09:17: Was macht dieser Mann ausgerechnet in jener Tat nach dort, wo Sacha Krause verschwindet?
00:09:23: Kommen wir zunächst zu Ermordeten.
00:09:25: Sacha krause ist
00:09:26: Anfang-Zw.A.,
00:09:28: sie lebt in Farmington im US-Bundestadt New Mexico und gehört zu einer konservativen menonitischen Gemeinschaft.
00:09:35: Ihr Glaube ist ein wesentlicher Bestandteil ihres Lebens.
00:09:38: Die Gemeinschaft in der Sascha-Leb führt ein Leben, das sich in einigen Punkten deutlich von dem unterscheidet was viele Menschen den Vereinigten Staaten als Alltag kennen.
00:09:46: Frauen tragen lange Kleider oder Röcke und bedecken ihr Haar.
00:09:50: Religion und Gemeinsicht spielen eine zentrale Rolle.
00:09:54: Sascha entschied sich bewusst für dieses Leben – sie wuchsen einer großen Familie auf.
00:09:59: Menschen die sie kannten beschreiben Sie als ruhige gewissenhaft junge Frau, die gerne Bücher laß und gerne lernte.
00:10:06: Sascha sprach spanisch und französisch, und konnte zahlreiche Bibelstellen auswendig zitieren.
00:10:12: Bücher spielten im Leben der Gläubigen Frau eine sehr große Rolle – ebenso das Unterrichten!
00:10:17: Bevor Sascha nach Farmingen zog, lebte sie in Grandview im Bundesstaat Texas.
00:10:21: Dort arbeitete sie sechs Jahre lang als Lehrerin an einer monitischen Schule.
00:10:25: Doch Menschen die später über Sascha sprechen erinnern sich nicht nur an die Lehrerinnen an der Tafel.
00:10:31: Ihre ehemaligen Schüler erzählen davon dass sie ihnen vorlas mit ihnen Spiele spielte und ihnen Werte vermittelte, die ihr selbst wichtig waren.
00:10:40: Einer davon lautete, dass Arbeit auch dann einen Wert besitzt wenn jemand zusieht, wenn jemand applaudiert – und wenn niemand seine Anerkennung dafür ausspricht.
00:10:49: Irgendwann verließt Sascha Texas'en Zug nach Farmington.
00:10:52: Hier arbeitete sie bei Lamp & Light Publishers eine menonetischen Verlag- bzw.
00:10:57: Missionsdienst.
00:10:58: Ihre Leidenschaft fürs Unterrichten ging Sascha auch hier weiter nach.
00:11:02: Gelegentlich unterrichtete sie in der Sonntagsschule der Gemeinde Weihnachten, zwei Tausend neunzehn verbrachte sie noch einmal bei ihrer Familie in Texas.
00:11:10: Was zu diesem Zeitpunkt keine ahnte.
00:11:12: es wird das letzte Mal sein dass Sascha mit ihrer Familie zusammen ist.
00:11:16: kurz darauf ist die Tod und da beginnen wir wie immer von Anfang an.
00:11:24: Es ist Samstag der achtzende Januar.
00:11:25: Zwei tausend zwanzig.
00:11:27: am Abend bereitet Sascha wieso oft Material für ihren Unterrichten der Sonntagsschule vor.
00:11:31: Kurz darauf ist sie vom Erdboden verschluckt.
00:11:35: Die Mitglieder der Gemeinde sind erschüttert und können sich das alles nicht erklären, vor allem weil niemand wirklich etwas mitbekommen hat.
00:11:42: Es gibt offenbar keinen Moment in dem jemand sieht wie ein fremder Sascha anspricht.
00:11:47: Niemand beobachtet einen Kampf, niemand sieht wie Sascha in einem Fahrzeug steigt ob freiwillig oder unter Zwang.
00:11:54: die Polizei merkt schnell hier wird nichts verschwiegen.
00:11:58: Hier hat einfach niemand was gesehen.
00:12:01: Ein weiteres Problem ist, dass Sascha's verschwinden erst bemerkt wird als sie am folgetag nicht zu ihrem Unterricht in der Sonntagsschule erscheint.
00:12:08: Sofort beginn die Mitglieder der Gemeinde nach der sonst zu zuverlässigen jungen Frau zu suchen – an ein Verbrechen denkt zunächst noch niemand!
00:12:16: Vielleicht ist Sascha ja nur krank geworden?
00:12:17: Vielleicht gab es einen Unfall oder einen Notfall innerhalb der Familie….
00:12:21: vielleicht findet sich hier eine ganz harmlose Erklärung ….
00:12:25: Doch als Sascha dann nach einer Zeit des Wasens immer noch nicht zurückkehrt, beginnt die Gemeinde sich Sorgen zu
00:12:30: machen.".
00:12:31: Eine Suche wird organisiert und natürlich wird die Polizei verständigt.
00:12:36: Während die Menschen infamik nach Sascha suchen, wissen sie nicht dass an diesem Samstag ein Mann eine lange Fahrt unternommen hat.
00:12:43: Dieser Mann heißt Mark Gooch.
00:12:46: Gooch ist damals einundzwanzig Jahre alt.
00:12:48: Er gehört der United States Air Force an und ist auf der Luke-Airforce Base im Großraum Phoenix in Arizona stationiert.
00:12:56: Seit Oktober Zwei Tausend Neunzehn arbeitete dort den Bereich Wartung bzw.
00:12:59: als Mechaniker.
00:13:02: Auf den ersten Blick scheint es keinerlei Verbindung zwischen ihm und Sascha zu geben.
00:13:06: Doch, es gibt eine Gemeinsamkeit!
00:13:09: Auch Mark Gutsch wächst in einem monitischen Umfeld auf.
00:13:12: Seine Familie lebt in Wisconsin – er besucht bis zur achten Klasse eine monitische Schule und macht später einen GED, ein nachgeholken Schulabschluss.
00:13:23: Seiner Eltern gehören weiterhin der Kirche an.
00:13:25: Mark selbst lässt sich jedoch nie als Monit taufen….
00:13:28: Er arbeitet auf der Milchfam seiner Familie und beschreibt dieses Leben später gegenüber den Ermittlern als schwierig, abgeschottet und eingeschränkt.
00:13:37: Nach seinen eigenen Angaben fühlt er sich innerhalb dieses Umfeldes als Außenseiter.
00:13:41: Mit achtzehn Jahren entscheidet er sich für einen vollkommen anderen Lebensweg – er tritt der Air Force bei.
00:13:47: Sein Vater Jim erklärt später vor Gericht Mark habe dem menonitischen Glauben verlassen und sei zu militär gegangen weil es ihm wie der Vater ist aus seine religiösen Perspektive beschreibt an einem bekehrten Herz gefehlt.
00:14:00: Was der Vater nicht weiß ist, dass Mark zunehmend eine tiefe Abneigung gegen den Glauben und die Kirschengemeinde seiner Eltern entwickelt hat.
00:14:09: Eine Sache ist noch wichtig zu erwähnen – Sascha Krause und Mark Gulch kennen sich nicht!
00:14:14: Es gibt nach den Ermittlungen keine persönliche Beziehung, keine gemeinsame Vergangenheit oder bekannte Begegnungen vor dem achtzehnten Januar, und trotzdem macht sich Mark genau an diesem Tag auf dem Weg nach Farmington.
00:14:27: Er verlässt die Look Air Force Base in Arizona.
00:14:29: von dort aus fährt er nach Norden vorbei an Flagstaff durch das Gebiet der Navajo Nation bis weiter nach New Mexico.
00:14:37: Sein Ziel liegt mehrere Stunden entfernt.
00:14:40: Mark wird diese Fahrt später nicht bestreiten, als die Ermittler in der Nachfragen liefert er ihnen eine Erklärung.
00:14:46: Wegen seiner eigenen menonitischen Vergangenheit habe er die Gemeinschaft gesucht und wollte eine Menonitische Kirche besuchen.
00:14:53: Doch seine Mobilfunddaten erzählen später einen Teil dieser Reise unabhängig von seiner eigenen Darstellung.
00:14:59: Sie zeigen, dass sich Mark ungefähr zwei Stunden lang innerhalb eines Radius von etwa einer halben Meile um die Kirche auffielt jedoch nicht hineingringen und auch nicht an einem der Gottesdienste teilnehmen.
00:15:10: Zur selben Zeit befindet sich Sacha ebenfalls in diesem Bereich – und auch sie trägt ein Mobilfunktelefon bei sich!
00:15:16: Nachdem Sacha verschwunden ist beschäftigen sich die Ermittler genau mit diesem Gerät.
00:15:20: Ein Mobiltelephone verbindet sich mit Funkmasten solche Verbindungen erzeugend Daten.
00:15:25: Sie sagen nicht zwangsläufig Meter genau aus wo sich ein Mensch befindet, aber sie können Hinweise darauf geben in welchem Gebiet sich ein Gerät zu einer bestimmten Zeit bewegt hat.
00:15:34: Die Ermittleruntersuche mit welchen Mobilfunkmasten Sachas Telefon am Abend ihres Verschwindens kommuniziert hat.
00:15:40: Dann prüfen sie welche Telefone zu den entsprechenden Zeiten dieselben Masten nutzen.
00:15:45: In einer weltvoller Mobilfungtelefone klingt das zunächst nach einer gewaltigen Datenmenge Doch ein Geräd fällt dabei auf.
00:15:52: Nach Darstellung der Behörden ist Marx-Telefon das Einzige, dass mit denselben Mobilfunkmasten kommunizierte wie Sascha's Handy bevor dessen Signal westlich von Farming verschwindet.
00:16:03: Das ist natürlich noch kein Beweis für einen Mord aber es ist immerhin eine Spur und nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen ist es die einzige Spur Und die wird für die Ermittler später noch von enormer Wichtigkeit sein.
00:16:15: Was genau in den folgenden Stunden mit Sacha geschieht lässt sich anhand von den bereitgestellten Quellen nicht lückenlos rekonstruieren.
00:16:22: Es gibt keine Augenzeugen und deshalb wäre jede detaillierte Beschreibung dessen, was zwischen Kirche- und dem späteren Fundort passierte reine Spekulation.
00:16:31: Fest steht aus den späteren Ermittlungen jedoch das Marksfahrt nicht in Formigten endete.
00:16:36: In den frühen Morgenstunden des Neunzehnten Januar befindet sich sein Mobiltelefon ungefähr eine Meile von dem Ort entfernt an dem Sachas Leiche mehr als ein Monat später gefunden wird.
00:16:50: In Teilen dieses Bereiches gibt es keinen Mobilfunkempfang.
00:16:53: Nach Darstellung der Behörden wird Sacha's Leiche in dieser abgelegenen Gegend zurückgelassen.
00:16:58: Auffällig ist, dass Mark einige Tage später noch einmal in dieses Waldgebiet zurückkehrt.
00:17:03: Auch bei seiner Rückkehr zur Air Force Base ergeben sich später Widersprüche zwischen seinen Angaben bei der Polizei und den dokumentierten Daten.
00:17:11: Er nennt gegenüber den Ermittlern eine Rückkehrzeit die mehrere Stunden vor der tatsächlich dokumentierten Ankunft am Sonntag im neunzehnten Januar liegt.
00:17:19: Doch all das Wissensachas besorgte Angehörige zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
00:17:23: Für sie beginnt eine quälende Zeit der Ungewissheit, Tage vergehen dann Wochen und Sascha ist und bleibt verschwunden.
00:17:32: Es gibt keine Nachricht von ihr kein Lebenszeichen und zunächst keine Antwort auf die Frage was am Abend des achtzehnten Januar wirklich passiert ist.
00:17:40: Die verzweifelte Suche nach der jungen Frau geht in der Zweite.
00:17:44: Mehr als ein Monat dauert dieser Zustand an.
00:17:47: Dann kommt er Zweiundzwanzigste Februar zwei Tausend Zwanzig Und damit endet für Sascha's Familie die Hoffnung, sie lebend wiederzusehen.
00:17:55: Für die Ermittler verändert sich der Fall vollständig.
00:17:57: Aus seiner vermissten Suche wird eine Mordermittlung.
00:18:00: Jetzt geht es darum möglichst genau festzustellen wie Sascha starb – welche Spuren sich an ihrem Körper befinden und ob sich daraus eine Verbindung zu einem möglichen Täter herstellen lässt.
00:18:10: Die Obduktion zeigt dass Sascha vor ihrem Tod erhebliche Gewalt angetan wurde.
00:18:15: Die Leiche der jungen Frau warst eine Schussverletzung am Kopf bzw.
00:18:18: am Hinterkopf auf.
00:18:20: Zusätzlich stellen die Rechtsmedizine noch Hinweise auf stumpfe Gewalteinwirkung fest.
00:18:24: In Sascha's Schädel befindet sich ein Projektil, dieses Geschoss wird geborgen und später kriminaltechnisch untersucht.
00:18:31: Auch das Klebeband mit dem ihre Hände gefesselt waren wird sorgfältig analysiert.
00:18:35: Gerade bei solchen Gegenständen hoffen die Ermittler naturgemäß auf Spuren – vielleicht DNA?
00:18:40: Vielleicht Fingerabdrücke!
00:18:42: Doch das Klebepand liefert nicht den eindeutigen Treffer, den man sich wünschen
00:18:45: würde.".
00:18:46: Weitere DNA-Proben werden unter anderem von Sachas Fingernägeln und ihrem Hals genommen.
00:18:51: Die Behörden erklären zudem, Ergebnisse einer Untersuchung auf einen möglichen sexuellen Übergriff zum Schutz von Sacha's Familie nicht öffentlich zu machen.
00:19:00: Bei der Obduktion wird jedoch keine eindeutigen Verletzungen genitalbereich festgestellt.
00:19:06: Damit entsteht bereits früher ein Problem das später den gesamten Prozess prägen wird.
00:19:11: Es gibt kein einzelnes forensisches Beweisstück am Körper dass einem Täter direkt zugeordnet werden kann.
00:19:17: Keine Fingerabdrücke, keine DNA des Täters die den Fall mit einem Schlag lösen würden.
00:19:22: Die Ermittler müssen deshalb viele kleine einzelne Spuren zusammensetzen und hoffen dass die fehlenden Spuren damit ausgeglichen beziehungsweise hergeleitet werden können – ein wirklich schwieriges Unterfangen!
00:19:36: Die wichtigsten Spuren sind weiterhin die digitalen Daten.
00:19:40: Sie regonstruieren Marksbewegungen anhand unterschiedlicher Informationen.
00:19:44: Dazu gehören Mobilfunkdaten Finanzunterlagen Belege- und Videoaufzeichnungen unter anderem auch aus dem Umfeld der Air Force Base.
00:19:52: Schritt für Schritt zeichnet sich eine Route ab und deutet immer mehr auf Mark als Täter hin, ein Mann der nach eigener Aussage keine persönliche Beziehung zu Sascha hat.
00:20:03: Aber noch besteht der Fall nicht nur aus diesen Mobilfunkdaten – weitere Beobachtungen kommen hinzu.
00:20:10: Nachdem öffentlich bekannt wird das in einem Waldgebiet in Arizona die Leiche einer jungen Frau gefunden wurde lässt Mark am Folgetag seinen Wagen professionell reinigen.
00:20:19: Auch alle Standortdaten auf seinem Handy löschte er.
00:20:22: Für sich alleine beweist das natürlich auch immer noch keinen Mord, doch aus Sicht der Ermittler fügt sich dieses Verhalten in ein Gesamtbild ein.
00:20:31: und dann gibt es da ja noch die Tatwaffe.
00:20:34: Mark Gutsch besitzt ein Gewehr im Kalibre-Aufgabe .
00:20:38: Nach seiner Stationierung auf der Luke Air Force Base befindet sich die Waffe jedoch nicht mehr bei ihm denn das ist verboten.
00:20:45: Ein Freund bewahrt das Gewehr für Mark auf.
00:20:47: Als die Ermittlungen intensiver werden, gelangt die Waffe schließlich zu den Behörden.
00:20:51: Und nun kann das staatliche Kriminallabor etwas entscheidendes feststellen – Das Projektil, dass das Sacha Schädel geborgen wurde, wurde aus Marx Gewehr abgefeuert.
00:21:02: Für die Ermitler ein Durchbruch.
00:21:03: Endlich haben sie nicht nur Daten von Mobilfunkmasten sondern auch mal was in der Hand.
00:21:09: Parallel dazu befassen sich die Ermetter stärker mit Max Vergangenheit und vor allen Dingen seinen Verhältnis zu dem Menoniten.
00:21:15: Sein älterer Bruder Samuel bestätigt gegenüber dem Behörden Marx Abneigung gegen die menonitische Glaubensgemeinschaft.
00:21:21: Was genau Mark nach Ansicht seines Bruders erlebt hat, wird dabei nicht im Detail erläutert.
00:21:27: Hinzu kommen Textnachrichten zwischen Mark und seinen Brüdern.
00:21:30: Wenige Tage vor Saschas verschwinden schreibt Mark seinem Bruder über das Beobachten von Menoniten – er äußert sich dabei sehr abwertend über diese Menschen.
00:21:39: Auch andere Nachrichten innerhalb der Familie werden später in Verfahren thematisiert.
00:21:43: Marks andere Bruder Jacob, der als State Trooper in Virginia arbeitet schreibt im Jahr zwanzig davon einen menonidischen Autofahrer auf dem Weg zu einer Hochzeit angehusst zu haben in der Hoffnung dass er das Coronavirus verbreiten würde.
00:21:56: Mark reagiert darauf belustigt.
00:21:59: Diese Nachrichten spielen für die Staatsanwaltschaft später eine Rolle weil sie darin einen Hinweis auf Max Haltung gegenüber den Menoniden sehen.
00:22:06: Wichtig ist jedoch die Unterscheidung.
00:22:08: Eine geschmacklose oder abwende Nachricht beweist für sich allein natürlich noch nicht, dass jemand einen Mord begeht.
00:22:14: Genau dieses Argument wird auch später die Verteidigung vorbringen.
00:22:18: Trotzdem versuchen Die Ermittler aus all diesen Elementen ein Gesamtbild zu gewinnen.
00:22:22: Marx eigene Vergangenheit in der Gemeinschaft – seine Aussagen über das als eingeschränkt empfundene Leben, die Aussagen seines Bruders über einen Groll und die Nachrichten innerhalb der Familie.
00:22:34: Am XXI.
00:22:35: April, es kommt dann schließlich zu einem entschreitenden Schritt Detective Lauren Niegel befragt Mark Gutsch auf der Luke Air Force Base.
00:22:44: Dieser bestätigt dabei eine zentrale Information, er sei am achtzehnten Januar tatsächlich nach Farmenken gefahren.
00:22:51: Mark gibt weiter an dass er wegen seiner menonitischen Vergangenheit die Gemeinschaft der Menoniten gesucht habe und deshalb auch eine Menonitische Kirche besuchen wollte.
00:23:00: Eine Beteiligung ansatzhaft verschwinden oder ihrem Tod bestreitet er allerdings.
00:23:05: Doch die Ermittler verfügen inzwischen über genügend Materialung gegen ihn vorzugehen.
00:23:09: Noch am selben Tag gegen neunundzwanzig vollstreckenbeamtetes Cococino County Sheriff's Office, gemeinsam mit Ermittlern aus San Juan County Durchsuchungsbefehle.
00:23:18: Mark Goodsch wird auf der Luke Air Force Base in Glendale festgenommen.
00:23:23: Da sich bei Mark um ein Angehörigen des Militärs handelt, arbeiten zu diesem Zeitpunkt an dem Fall mehrere Behörden gleichzeitig.
00:23:29: Dazu gehören die Sheriffs von Cococinio County und San Juan county Das staatliche Kriminallabor, die Polizei von Glendale das Office of Special Investigations der United States Air Force und auch das FBI.
00:23:43: Mit Marx-Festnahme endet die Ermittlungsarbeit natürlich nicht – ganz im Gegenteil!
00:23:47: Die Behörden sammeln weiterhin Beweise und untersuchen auch die Vorgänge rund um das Zweiundzwanzigergewehr.
00:23:53: Dabei spielt Marks Bruder Samuel eine entscheidende Rolle.
00:23:56: Mark weiß offenbar zunächst nicht dass der Freund das Gewähr bereits in Ermitteln übergeben hat….
00:24:02: Und auch sonst ist er Beschuldigte Schadensbegrenzung bemüht.
00:24:07: Aus dem Gefängnis heraus bietet er nämlich seinen Bruder Samuel unter anderem darum, sein Telefon und seine SD-Karten aus der Ferne zu löschen.
00:24:14: Auch um das Gewehr will sich Samuel kümmern.
00:24:17: Er reist von Wisconsin nach Arizona, um die Waffe abzuholen – doch die ist schon lange bei der Polizei.
00:24:23: Für diesen Versuch wird Samuel Anfang Mai in Großraum Phoenix festgenommen und später vor eine Grand Jury gestellt.
00:24:33: Der eigentliche Mordfall konzentriert sich jedoch weiterhin auf Mark Gooch.
00:24:37: Und der leugnet weiterhin alles und bekennt sich als nicht schuldig.
00:24:42: Das bedeutet, die Staatsanwaltschaft muss vor Gericht beweisen, dass das all den einzelnen Spuren tatsächlich eine geschlossene und für eine Verurteilung ausreichende Beweiskette entsteht – mehr als ein Jahr vergeht bevor der Fall schließlich vor Gerich kommt.
00:24:57: Im September-Zw.a.
00:24:58: beginnt vor dem Kokogino County Superior Court in Arizona der Prozess gegen Mark.
00:25:04: Er ist mittlerweile zweiundzwanzig Jahre alt.
00:25:08: Die Ausgangslage ist ungewöhnlich, der Verfahrensausgang mehr als unklar.
00:25:13: Einerseits verfügt die Staatsanwaltschaft über eine Vielzahl von Indizien andererseits fehlt genau das was viele Menschen bei einem Mordprozess vielleicht erwarten würden.
00:25:22: Es gibt keinen einzigen Augenzeugen der sagt ich habe gesehen wie Marc-Gut Sascha Krause entführte.
00:25:28: Niemand hat beobachtet wie Maxi erschossen hat.
00:25:31: Auf dem Klebeband befinden sich keine Fingerabdrücke oder DNA Spuren von ihm.
00:25:35: Deshalb wird der Prozess zu einem Verfahren, in dem viele einzelne Puzzleteile darüber entscheiden, ob sich am Ende ein eindeutiges Gesamtbild formt.
00:25:46: Bereits vor bzw.
00:25:47: während des Prozesses versucht Marksverteidiger zentrale Teile der Beweisführung anzugreifen – einer davon ist die Mobilfunkanalyse!
00:25:55: Doch die Staatsanwaltschaft hat mit einer solchen Taktik gerechnet und zieht einen Experten hinzu, der erklärt wie sich anhand der Funkdatenzellen die Bewegungen des angeklagten Nachvollziehen lassen….
00:26:06: Auch die Nachrichten zwischen Mark und seinen Brüdern sind umstritten.
00:26:09: Aus Sicht der Anklage äußert Mark darin klar hasserfühlte Gedanken gegenüber der menonitischen Gemeinschaft.
00:26:15: Marks Verteidiger sieht darin keinen Beweis für einen Mord.
00:26:19: Auch weitere Stimmen werden vor Gericht gehört, unter anderem sprechen Sachverständige über die ballistische Untersuchung – auch Menschen aus der Schassumfeld werden vorgerichtet befragt.
00:26:29: Für die Jury geht es darum diese unterschiedlichen Bereiche miteinander zu
00:26:32: verbinden.".
00:26:33: Die Anklage rekonstruiert Marx Reise und verwendet gegen ihn, dass er falsche Angaben zum Zeitpunkt seiner Rückkehr an die Air Force Base gemacht hatte.
00:26:42: Ebenso sieht die Staatsanwaltschaft in der Reinigung bis Autos sowie dem nachträglichen Löchen der Koordinaten klare Vertuschungsversuche.
00:26:49: Und dann wäre da noch das Geschoss welches klarer Marx Waffe zugeordnet werden kann.
00:26:55: Doch hat Mark den Schuss auch wirklich abgegeben?
00:26:58: Sehr wahrscheinlich aber ohne DNA schwer zu beweisen!
00:27:03: Der Prozess dreht sich deshalb immer wieder um dieselbe grundlegende Frage.
00:27:07: Wie sicher kann eine Jury sein, wenn es kein Video der Tat?
00:27:10: Keine Augenzeugen und keine direkten DNA-Treffer gibt aber dafür zahlreiche voneinander unabhängige Indizien in dieselbe Richtung zeigen.
00:27:19: Hierfür wird auch Marxfamiliehrer Hintergrund vor Gericht thematisiert.
00:27:23: Er selbst wächst in einer monitischen Familie auf entscheidet sich aber gegenandauerhaftes Leben in der Gemeinschaft.
00:27:29: Gegenüber den Ermittlern beschreibt er dieses frühere Leben als schwierig, abgeschottet und eingeschränkt.
00:27:34: Sein Bruder spricht von einem Groll gegen die Glaubensgemeinschaft.
00:27:37: Die Staatsanwaltschaft argumentiert deshalb dass Marx negative Haltung gegenüber dem Menoniten eine große Rolle für die Tat gespielt haben könnte.
00:27:45: Doch hier bleibt eine wesentliche Lücke.
00:27:47: Selbst wenn der tatsächlich starke negative Gefühle gegenüber die Gemeinschaft besitzt beantwortet es nicht warum er ausgerechnet Sascha Krause umbringt Denn es gibt keine persönliche Beziehung zwischen den beiden.
00:27:59: Für die Staatsanwaltschaft ergibt sich das Motiv deshalb nicht aus einem persönlichen Konflikt mit Sascha, sondern aus Marx Verhältnis zu der Glaubensgemeinschaft, zu der sie gehörte.
00:28:10: Die Verteidigung hält dagegen, dass die Nachrichten und die Vergangenheit ihres Mandanten keinen Mord beweisen würden.
00:28:15: Zudem verweist sie darauf, dass Mark vor diesem Verfahren noch nie strafrechtlich in Erscheinung getreten sei.
00:28:22: Familie und Freunde beschreiben ihn als fleißig, respektvoll, wissbegierig und freundlich – damit stehen sich zwei Bilder
00:28:29: gegenüber.".
00:28:30: Auf der einen Seite der junge Air Force Angehörige, ohne bekannte frühere Mord- und Gewalttaten.
00:28:36: Auf der anderen Seite die objektiven Daten, die seine Reise nach Farmingen dokumentieren, seine Position in der Nähe von Sascha und auch später am Fundort der Leiche sowie das Projektil, dass nach Angaben des staatlichen Dabors aus seiner Waffe stammt.
00:28:51: Marc selbst tritt während des Prozesses nicht in den Zeugen stand.
00:28:54: Die Geschworenen hören deshalb keine direkte Aussage von ihm vor Gericht.
00:28:59: Viel mehr bleibt Marc bei seiner Aussage, die er den Ermittlern zu Protokoll gegeben hat.
00:29:03: Und zwar dass er mit dem Mord nichts zu tun hat.
00:29:07: Nach den Zeugenaussagen oder den Schlussbläduiers zieht sich Jury zur Beratung zurück – sie benötigt weniger als einen Tag.
00:29:15: Am threizehnten Oktober-Zweitausend-Einundzwanzig steht das Urteil fest.
00:29:19: Mark Gutsch wird wegen der Entführungen an Sascha Krause und des Mords ersten Grades für schuldig befunden.
00:29:25: Für die Geschworenen reicht die Beweiskette aus.
00:29:28: Die Mobilfunkdaten, die rekonstruierte Fahrt, weitere Aufzeichnungen, Marksverhalten und vor allem die ballistische Verbindung zwischen der Waffe und dem Geschoss in Sascha's Schädel führen zu dem Schuldspruch.
00:29:40: Doch zwischen Schuldsprach und der Strafemessung vergehen nochmals einige Monate.
00:29:44: Am neunzehnten Januar-Zweißen-Zweiundzwanzig fast auf den Tag genau zwei Jahre nach Saschas verschwinden kommt es zur Strafzumessung durch die zuständige Richterin.
00:29:54: Jetzt geht es nicht mehr darum ob Mark Sascha getötet hat.
00:29:57: Nun soll das Gericht entscheiden, welche Strafe er dafür erhält.
00:30:01: Saschas Eltern reisen hier für nicht persönlich nach Arizona.
00:30:05: Stattdessen schicken sie der Richterin einen Brief, in dem sie in emotionalen Worten schildern was für ein Mensch Sascha war und wie sehr ihr Tod ihre Familie und Freunde quält.
00:30:14: Der Brief enthält auch einige persönliche Fotos der Ermordeten.
00:30:19: Auch die monitische Gemeinschaft den Farmingen richtet sich vor der Urteilsverkündung mit einem Brief an Mark Gutsch.
00:30:25: Darin bezeichnen Sie die Tat als abscheulich.
00:30:28: Gleichzeitig spielt der Glaube der Gemeinschaft auch in dieser Situation immer noch eine Rolle.
00:30:33: Die Verfasser schreiben, dass sie bei Marc ein gewisses Maß von Reue vermuten und fordern ihn auf vollständig zu bereuen.
00:30:40: Dann erhält Marc selbst die Gelegenheit vor Gericht zu sprechen.
00:30:44: Es ist das erste Mal, daß er sich persönlich vor Gerich äußert.
00:30:48: Er spricht Sascha's Familie sein Beileid aus.
00:30:51: Außerdem dankt er seiner eigenen Familie für deren Liebe und Unterstützung in dieser schwierigen Zeit.
00:30:56: Was er allerdings nicht tut ist gestehen.
00:30:59: Er erklärt nicht, warum Sacha Krause sterben musste.
00:31:03: Genau diese Erklärung beschäftigt die Richterin dann in ihrem Schlussblädoyer.
00:31:07: Sie sagt sie habe lange über den Fall nachgedacht.
00:31:11: Für sie ist es einer der sinnlosesten Fälle, über den sie jemals zu befinden hatte.
00:31:16: Dass Mark und Sacha sich offenbar nicht einmal kannten macht das Geschehen für sie besonders schwer nachvollziehbar.
00:31:22: Auch Max Verteidiger spricht später von vielen unbeantworteten Fragen.
00:31:27: Er erklärt auch er verstehe die Verbindung nicht und glaube nicht, dass irgendjemand zu diesem Zeitpunkt wirklich verstehe warum das alles geschehen ist.
00:31:36: Am Ende verhängt die Richterin gegen Mark Gutsch eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne die Möglichkeit auf Bewährung – damit endet das Strafverfahren!
00:31:45: Aber für Sachas Familie bleibt eine Frage immer noch unbeantwortet… Warum ausgerechnet unsere Tochter?
00:31:58: Wir haben ja am Anfang der Folge schon gesagt, dass Jasmin sich leider noch ein bisschen schonen muss.
00:32:01: Deswegen werdet ihr jetzt von mir eine Nachbesprechung ist es immer nicht wenn man alleine nur spricht.
00:32:07: vielleicht nochmal so ein zwei Sätze oder Gedanken noch mal dazu.
00:32:11: also ich habe den Fall rausgesucht weil Ich es ja unheimlich spannend oder auch total abwegig fand Dass da einen Mord begangen wird nur aufgrund dessen das irgendeine Person zu einer Glaubensgemeinschaft gehört hat Und vor allen Dingen auch diese unendlich langen Distanzen über die das gelaufen ist.
00:32:32: Das waren ja hunderte von Kilometern.
00:32:34: und wenn man dann mal bedenkt, dass der erste Verdacht und der erste richtige Beweis eigentlich da nur irgendwelche Handydaten waren und die Ermittler da trotzdem dran geblieben sind und Ja aufgrund dessen es dann auch zu einer Verurteilung gekommen ist gut zum Glück haben sie dann auch im Zuge der Ermittlung noch weitere Sachen gefunden natürlich am allerschwersten belasten Natürlich das Projektil war sie da aus dem Schädel des Opfers geborgen hatten.
00:33:01: Aber nichtsdestotrotz fand ich das so abwegig, alles als ich mir mal eine kurze Samenfassung über den Fall durchgelesen hatte, dass sie gedacht hatte, das passt auf jeden Fall.
00:33:10: Tatsächlich waren das jetzt schon alle Gedanken die ich hier alleine vorbringen kann.
00:33:14: Schreibt uns gerne eure Meinung dazu in die Kommentare!
00:33:18: Tut mir noch eingefallen, bitte bleibt sachlich was Religion angeht oder sowas.
00:33:21: glauben ist Privatsache von jedem Einzelnen.
00:33:24: Ich würde das jetzt auch weniger auf den Glauben hier schieben sondern viel mehr glaube ich so auf die Lebensweise die diese Gemeinschaft geführt hat dass er sich da vielleicht irgendwie einen Kroll geholt hat oder sowass.
00:33:35: Schreibt uns gerne mal eure Meinung dazu in die Kommentare.
00:33:37: Würde uns interessieren.
00:33:39: Spotify Instagram wo immer ihr wollt Auf Instagram kriegt ja auch noch zwei Fotos.
00:33:44: Das eine ist ein Foto von Sascha Und das andere ist ein Foto von Marc.
00:33:49: Könnt ihr gerne mal reinschauen, kommentieren?
00:33:51: würden wir uns wirklich sehr freuen!
00:33:53: Okay... Es gibt gute Nachrichten.
00:33:55: wer unbedingt gehört hat weiß es.
00:33:57: ich habe neue Posts gekauft.
00:33:58: ja Ich hab jetzt so viele.
00:33:59: ich glaube ich werde es nicht schaffen in einer Podcast-Karriere die alle zu verschreiben aber es gibt neue.
00:34:05: wie gesagt und mit diesen neuen Posts werde ich mir jetzt einen neuen Fall raussuchen also viel mehr.
00:34:09: den suche ich mir am Computer raus und dann schreibe ich den auf.
00:34:12: Also ich habe auch schon alles vorbereitet.
00:34:13: Wir gucken mal Das Jahr zweitausend.
00:34:19: Hatte Jasmin das nicht vor kurzem?
00:34:21: Ja, aber ist egal.
00:34:22: Gezogen ist gezogen!
00:34:23: Dann schreiben wir es mal auf.
00:34:32: Lässt sich sehr schön draufschreiben, hervorragende Investitionen.
00:34:36: Okay ihr Lieben, dann soll's das von uns gewesen sein.
00:34:39: auch im Namen von Jasmin wünsche ich euch einen schönen und angenehmen Wochenstart.
00:34:42: passt gut auf euch auf.
00:34:43: wenn ihr Lust habt hört gerne am Donnerstag bei ungediensterein.
00:34:45: ich habe letzte Woche eine Folge gemacht.
00:34:47: alleine waren nur ein paar Minuten war eigentlich ganz lustig.
00:34:49: also insofern gucken wir mal was nächste Woche so läuft.
00:34:53: Ansonsten hören wir uns am Sonntag hier wieder bei.
00:34:54: alle Jahre Mörder.
00:34:55: Bis dahin, bleibt vernünftig anständig und vor allen Dingen gesund!
00:34:58: Macht's gut und Tschüss.
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